Nach Olympia-Skandal: Präsident fordert Fünfkampf ohne Reiten

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Nach Olympia-Skandal: Präsident fordert Fünfkampf ohne Reiten
Nach Olympia-Skandal: Präsident fordert Fünfkampf ohne Reiten

Nach dem Olympia-Skandal in Tokio wächst der Druck auf die Modernen Fünfkämpfer weiter.

Hans-Joachim Erbel, Präsident der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN), fordert nun: der Moderne Fünfkampf soll künftig ohne das Reiten auskommen.

„Wir sehen es als unsere Aufgabe an, Druck auszuüben. Wir sagen, dass die Fünfkämpfer das Reiten rausnehmen sollen. Wenn sie das nicht können, sollen sie das Reglement so ändern, dass sie die Tiere und Menschen schützen“, sagte Erbel beim traditionellen Reitturnier CHIO in Aachen.

Trainerin Raisner: „Hau mal richtig drauf“

Zum Modernen Fünfkampf gehören die Disziplinen Schießen, Fechten, Schwimmen, Reiten und Crosslauf.

Bei Olympia in Tokio hatte das zugeloste Pferd Saint Boy der in Führung liegenden deutschen Reiterin Annika Schleu im Parcours verweigert, Trainerin Kim Raisner hatte die weinende Berlinerin mit den Worten „Hau mal richtig drauf“ zum Einsatz der Gerte aufgefordert – und selbst nach dem Pferd mit der Faust geschlagen.

Schleu wurde in den sozialen Netzwerken übel angegangen. Der Deutsche Tierschutzbund hatte Strafanzeige gegen Schleu und Raisner wegen Tierquälerei gestellt. Der Weltverband der Modernen Fünfkämpfer (UIPM) hatte Raisner vor ihrem nächsten Wettkampf zu einem Trainerseminar verdonnert, das den korrekten Umgang mit Tieren thematisiert.

Werth: „Mit Reitsport nichts zu tun“

Schon direkt nach dem Eklat in Tokio hatte Isabell Werth scharfe Kritik geäußert. „Das hat mit Reitsport nichts zu tun, wie wir ihn betreiben und kennen“, hatte die siebenmalige Dressur-Olympiasiegerin und erfolgreichste Reiterin aller Zeiten erklärt.

Nun zieht FN-Präsident Erbel die Zügel noch einmal deutlich an.

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