Olympiasieger Guerdat hat große Zweifel vor Tokio

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Olympiasieger Guerdat hat große Zweifel vor Tokio
Olympiasieger Guerdat hat große Zweifel vor Tokio

Der Schweizer Springreiter Steve Guerdat, 2012 in London auf seinem Jahrhundertpferd Nino de Buissonetts Olympiasieger, hat große Bedenken hinsichtlich der Spiele in Tokio (23. Juli bis 8. August). "Ich kann deswegen hin und wieder nicht gut schlafen" sagte Guerdat der französischen Nachrichtenagentur AFP: "Manchmal fühle ich mich schuldig dabei, einfach weiterzumachen, dieses Spiel zu spielen, ein Teil davon zu sein."

Der 38-Jährige, Nummer eins der Weltrangliste und mit dem Fuchswallach Venard de Cerisy der große Favorit für Tokio, hat Probleme bei dem Gedanken an eine bevorzugte Impfung für die Sportler. "Ist es okay, die Athleten zu impfen, wenn es auf der ganzen Welt nicht genügend Impfstoff gibt und täglich Leute sterben, die vielleicht von den Impfungen profitiert hätten, die nun an die Sportler gehen?", sagte Guerdat.

Zudem frage er sich angesichts der aktuellen Corona-Situation in Japan und speziell in Tokio, ob "wir tatsächlich arrogant genug sind und dort mit einer Medaille umherspazieren, währen andere zu Hause bleiben müssen, damit dies möglich ist?"

Nicht nur Tokio, immer mehr Teile Japans kämpfen massiv gegen die Pandemie an. In insgesamt neun der 47 Präfekturen herrscht zumindest bis zum 31. Mai der Corona-Notstand. Erst rund drei Prozent der gut 125 Millionen Japaner haben wenigstens eine Impfdosis erhalten, die Krankenhäuser sind überfüllt, deren Personal ist überfordert.

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