Ende einer dramatischen und turbulenten Ski-Karriere

Sportinformationsdienst, SPORT1
Sport1

Ski-Olympiasiegerin Anna Veith hat am Samstag ihren Rücktritt vom alpinen Rennsport erklärt.

"Ich habe meinen Kindheitstraum gelebt. Jetzt ist der richtige Zeitpunkt aufzuhören", sagte die 30 Jahre alte Österreicherin, die in ihrer bewegten Karriere unter anderem Super-G-Gold bei den Olympischen Spielen 2014 in Sotschi sowie drei WM-Titel und zwei weitere Olympiamedaillen gewonnen hatte. 

Sie sei glücklich dass sie ihre Karriere "gesund und erfolgreich" beenden könne.

Scrollen, um mit dem Inhalt fortzufahren
Anzeige

Veith war unter ihrem Mädchennamen Anna Fenninger bekannt geworden, seit der Hochzeit mit dem Snowboarder Manuel Veith 2016 trägt sie den Namen ihres Mannes.


Anna Veith überwand heftige Verletzung

Tatsächlich wurde die zweimalige Gesamtweltcupsiegerin zunächst am Höhepunkt ihrer Karriere im Oktober 2015 durch einen Sturz und einen daraus resultierenden Totalschaden im rechten Knie gestoppt und blieb auch danach von Verletzungen nicht verschont. Erklärtermaßen litt sie damals auch unter der psychischen Belastung.


Nach der Rückkehr in den Weltcup war Veith dann aber wieder erfolgreich: In Val d'Isere feierte sie 2017 ihren 15. und letzten Sieg im Weltcup. 2018 gewann sie bei den Olympischen Spielen in Pyeongchang/Südkorea mit einer Hundertstelsekunde Rückstand Silber im Super-G - die sonst als Snowboarderin erfolgreiche Ester Ledecka schnappte ihr den Sieg unter dramatischen Umständen weg.

Im Januar 2019 zog sich Veith erneut einen Kreuzbandriss im rechten Knie zu.

Nach ihrem erneuten Comeback konnte Veith den Anschluss an die Weltspitze nicht mehr herstellen. "Im letzten Winter habe ich alles darangesetzt, wieder zurückzukommen und Vertrauen zu finden, aber es ist mir einfach nicht mehr gelungen, dahin zu kommen, wo ich hin wollte", sagte sie nun.

Spektakulärer Streit mit ÖSV 2015

Veiths Karriere war auch abseits der Piste turbulent verlaufen.

2015 war nach einem spektakulären Streit mit ihrem Heimatverband zwischenzeitlich ein früher Rücktritt im Gespräch, sogar über einen Nationenwechsel in Richtung Deutschland wurde für eine Weile spekuliert.

Der ÖSV hatte Krach mit Veiths deutschem Manager Klaus Kärcher - von dem sie sich 2015 schließlich trennte.

Lesen Sie auch