Olympische Spiele: Eine Geschichte des Boykotts der Spiele

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Den größten Boykott gab es 1980 bei den Sommerspielen in Moskau (Bild: Giuliano Bevilacqua/Sygma via Getty Images)
Den größten Boykott gab es 1980 bei den Sommerspielen in Moskau (Bild: Giuliano Bevilacqua/Sygma via Getty Images)

Sie denken, Sport und Politik hätten nichts miteinander zu tun? Auf die Olympischen Spiele trifft das nicht ganz zu .. Im Verlauf ihrer hundertjährigen Geschichte gab es mehrere Boykotte der modernen Olympischen Spiele, vor allem aus politischen Gründen. Hier finden Sie eine Auswahl der bekanntesten.

Melbourne 1956

Die Olympischen Spiele von Melbourne im Jahr 1956 waren die ersten, die von Boykotten betroffen waren. Spanien, Holland und die Schweiz blieben dem Event wegen der Invasion der Sowjetunion in Ungarn fern. Aufgrund der Suezkrise sagten Ägypten, Irak und Libanon ihre Teilnahme an den Spielen ab. 

Montreal 1976

Die Olympischen Spiele in Montreal waren ebenfalls von Boykotten betroffen. 29 Länder lehnten die Teilnahme an den Spielen ab, nachdem das Internationale Olympische Komitee sich weigerte, Neuseeland auszuschließen, dessen Rugby-Nationalmannschaft unter dem Apartheid-Regime nach Südafrika gereist war. Taiwan sagte ab, da Kanada, das 1970 die Volksrepublik China anerkannt hatte, ihm verwehrte, als "Republik China" anzutreten.

Moskau 1980

Während der Spiele in Moskau fand der größte Boykott in der olympischen Geschichte statt. Da sich die Welt in einer heiklen Phase des Kalten Kriegs befand, war ein gewisses Maß an Spannungen im Zusammenhang mit den Spielen wenig überraschend. Um gegen die Invasion von Afghanistan durch die Sowjetunion im Jahr 1979 zu protestieren, verkündete der amerikanische Präsident Jimmy Carter, dass die Vereinigten Staaten nicht an den Spielen teilnehmen würden. 62 weitere kapitalistische Länder folgten diesem Beispiel und machten die Olympischen Spiele 1980 zu den Spielen mit der geringsten Teilnehmerzahl seit 1956. Aufgrund des Mangels an Wettbewerben dominierten die Gastgeber den Medaillenspiegel mit 80 Goldmedaillen und insgesamt fast 200 Medaillen.

Los Angeles 1984

Auf jede Aktion erfolgt eine Reaktion. Die Sowjetunion und ihre 14 Satellitenstaaten boykottierten die Spiele in Los Angeles, da sie einen Mangel an Sicherheit für die Athleten unterstellten. Die Länder des sowjetischen Blocks organisierten die Freundschaftsspiele im selben Jahr als eine Art "alternatives Olympia". Durch die Abwesenheit der Sowjetunion dominierten die USA den Medaillenspiegel mit insgesamt 83 Goldmedaillen.

Seoul 1988

Die ersten Spiele seit mehr als einem Jahrzehnt, an denen Westdeutschland, die USA und die Sowjetunion gleichzeitig teilnahmen, waren auch von Boykotten betroffen. Nordkorea bat darum, für Teile der Olympischen Spiele von 1988 in Seoul Gastgeber sein zu dürfen und wollte auch eine eigene Eröffnungs- und Abschlusszeremonie abhalten. Nach erfolglosen Verhandlungen mit dem Internationalen Olympischen Komitee entschlossen sie sich dazu, die Spiele zu boykottieren. Kuba, ein Verbündeter Nordkoreas, boykottierte die Spiele ebenfalls.

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