Olympisches Dorf: Eigentümer wollen nach Verschiebung Entschädigung

SID
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Eine Gruppe von zwei Dutzend Besitzern von Eigentumswohnungen im Olympischen Dorf der Sommerspiele von Tokio hat wegen der Verschiebung des Großevents um ein Jahr einen Antrag auf Entschädigungszahlungen gestellt. "Viele von ihnen haben ihre alten Wohnungen verkauft, um einen Kredit für die neue aufzunehmen", sagte ihr Anwalt Hironobu Todoroki der Nachrichtenagentur AFP.

Durch die wegen der Corona-Pandemie beschlossene Olympiaverschiebung müssten seine Mandanten mit ihrem Einzug ebenfalls mindestens ein Jahr warten. 900 der Wohnungen des Komplexes waren bereits vor der Neuterminierung der Spiele im vergangenen März verkauft. Nach Olympia sollen die Gebäude in Luxus-Eigentumswohnungen umgewandelt werden.

Die Käufer haben nun eine Schlichtung vor dem Bezirksgericht Tokio beantragt. Adressaten der Forderungen sind insgesamt zehn Firmen aus der Baubranche, darunter auch ein Maklerunternehmen. Um welchen Streitwert es geht, wurde nicht bekannt. Die Firmen äußerten sich auf Anfrage zunächst nicht.

Todoroki erklärte, seine Mandanten würden auch nicht vor einem Gerichtsverfahren zurückschrecken, sollten die Firmen nicht zu Gesprächen bereit sein. "Wir haben sie gefragt, ob wir reden könnten. Aber sie haben gesagt, dazu bestünde keine Notwendigkeit", sagte der Anwalt.