Teamkollege geschlagen, aber nur P12: Vettel ist "natürlich nicht zufrieden"

Stefan Ehlen
·Lesedauer: 3 Min.

Sebastian Vettel hat seinen Ferrari-Teamkollegen Charles Leclerc geschlagen, und das erst zum dritten Mal in der Formel-1-Saison 2020 (hier alle Formel-1-Rennen im kostenlosen Liveticker verfolgen!). Trotzdem kommt bei Vettel nach dem Qualifying in Istanbul keine Freude auf. Er sei mit Platz zwölf "natürlich nicht zufrieden", so sagt er.

In einer ersten Stellungnahme meint Vettel, es sei "nicht so toll, wenn man so viel rumrutscht". Damit spielt der viermalige Formel-1-Weltmeister auf die nassen Bedingungen im Qualifying an, mit denen sein Ferrari-Team überhaupt nicht warm geworden sei.

Vettel erklärt: "Ich dachte, heute kommen wir ins Q3. Wir haben [aber] einfach keine Temperatur in die Reifen reinbekommen. Drei, vier, fünf Grad machen schon einen großen Unterschied. Es scheint, dass wir einfach nicht genug Reifentemperatur generieren konnten, um den Grip auch zu finden."

Vettel: Qualifying-Duell gegen Leclerc nicht so wichtig

Und das bedeutet die Positionen zwölf und 14 in der Formel-1-Startaufstellung zum Türkei-Grand-Prix am Sonntag. Vettel fehlten knapp neun Zehntel auf Platz zehn.

Dem Qualifying-Duell mit Leclerc misst Vettel auch deshalb nicht allzu viel bei: "Ach, unter den Bedingungen. Wahrscheinlich war es für uns beide schwierig", sagt Vettel. "Entscheidender war, dass wir beide nicht weiterkommen konnten."

Charles Leclerc, Ferrari SF1000

Charles Leclerc, Ferrari SF1000<span class="copyright">Charles Coates / Motorsport Images</span>
Charles Leclerc, Ferrari SF1000Charles Coates / Motorsport Images

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Charles Leclerc, Ferrari SF1000

Charles Leclerc, Ferrari SF1000<span class="copyright">Andy Hone / Motorsport Images</span>
Charles Leclerc, Ferrari SF1000Andy Hone / Motorsport Images

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Charles Leclerc, Ferrari SF1000

Charles Leclerc, Ferrari SF1000<span class="copyright">Mark Sutton / Motorsport Images</span>
Charles Leclerc, Ferrari SF1000Mark Sutton / Motorsport Images

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Charles Leclerc, Ferrari SF1000

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Charles Leclerc, Ferrari SF1000Charles Coates / Motorsport Images

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Sebastian Vettel, Ferrari SF1000

Sebastian Vettel, Ferrari SF1000<span class="copyright">Steven Tee / Motorsport Images</span>
Sebastian Vettel, Ferrari SF1000Steven Tee / Motorsport Images

Steven Tee / Motorsport Images

"Im Regen tun wir uns schwer, [so war das] auch schon in Österreich. Ich dachte eigentlich, dass wir hier ein bisschen besser dastehen sollten, unabhängig davon, dass es rutschig ist. Einfach nur, was die Temperatur im Reifen angeht. Das war unser Schwachpunkt zum Anfang der Saison."

Updates haben Ferrari im Regen nicht schneller gemacht

"Wir hatten ein paar Updates, dass die Felgen wärmer sind und damit auch die Reifen, aber es scheint, dass wir hier noch Nachholbedarf haben", sagt Vettel.

Gefühlt habe Ferrari vor allem mit dem Regenreifen Probleme gehabt, sei damit "am schwächsten" gewesen, wie Vettel erklärt. "Und man sieht das Ergebnis. Ich denke, das Auto war schneller als P12, aber nicht unter diesen Bedingungen."

Vettel geht deshalb mit getrübten Aussichten in das Rennen am Sonntag. Prinzipiell habe Ferrari im Freitagstraining eine "gute Pace" bewiesen, meint der Deutsche. "Gestern waren wir so ungefähr Top 5, Top 6, Top 7, im Longrun auch. Jetzt tun wir uns natürlich etwas schwerer von da hinten."

"Man weiß ja nicht, was morgen für ein Wetter ist, aber wir probieren alles. Und das Rennen ist lang, es wird rutschig. Es gibt vielleicht unterschiedliche Optionen bei der Strategie."

Vettel fühlt sich an Austin 2012 erinnert

Man müsse sich aber auf eine Fahrt ins Ungewisse einstellen, meint Vettel. Ein Szenario, wie es die Formel 1 derzeit in Istanbul erlebe, mit frischem Asphalt, der kaum Grip biete, das sei neu für alle Beteiligten.

Vettel erinnert sich spontan nur ein eine ähnliche Begebenheit: "2012 in Austin war der Asphalt [ebenfalls] neu. Da waren die ersten Trainings auch schwierig."

"Das macht schon auch Spaß", sagt Vettel, "aber wenn es dir nicht gelingt, genug Reifentemperatur aufzubauen, dass die Reifen zum Arbeiten beginnen, dann ist es schlimmer als einfach nur rutschig."

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.