Von P4 aus: Albon will zum Mercedes-Schreck werden

Stefan Ehlen
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"Alex hat sich gut berappelt, besonders nach dem Zwischenfall von gestern." Mit diesen Worten lobt Red-Bull-Teamchef Christian Horner seinen Fahrer Alexander Albon, der den Bahrain-Grand-Prix 2020 (alle Formel-1-Rennen im kostenlosen Liveticker verfolgen!) von P4 aus beginnen wird. Besser klassiert war Albon in der Startaufstellung in diesem Jahr noch nicht.

Ob einen Tag nach seinem Trainingscrash in Bahrain so etwas wie Erleichterung mitschwinge, wird Albon gefragt. "Vielleicht", meint er. Allerdings sei seine Form im Qualifying keine allzu große Überraschung.

"Ganz ehrlich: Das erste Training [mit P7] war schon ziemlich gut gewesen, ebenso das dritte Training [mit P4]", erklärt Albon. "Der vierte Platz erschien mir also nicht unrealistisch zu sein. Ich hielt das für möglich vor dem Qualifying."

Jetzt will Albon Mercedes ärgern

P4 bedeutet: Albon startet am Sonntag direkt neben seinem Red-Bull-Teamkollegen Max Verstappen, der damit im Qualifying-Duell auf 15:0 gestellt hat. Der Abstand dieses Mal: knapp sechs Zehntelsekunden.

Albon ist trotzdem guter Dinge. Dass er schließlich Startplatz vier habe sicherstellen können, sei "natürlich schön" gewesen, sagt Albon und meint: "Das Auto fühlt sich gut an dieses Wochenende. Besonders heute hat es noch einmal klick gemacht."

Das Unfallauto von Alexander Albon nach dem Crash im zweiten Freien Training

Das Unfallauto von Alexander Albon nach dem Crash im zweiten Freien Training<span class="copyright">Motorsport Images</span>
Das Unfallauto von Alexander Albon nach dem Crash im zweiten Freien TrainingMotorsport Images

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Genau darum gehe es auch in der Formel 1: "Du musst einerseits geradestehen für einen Fehler, aber die Sache auch schnellstmöglich hinter dir lassen", meint Albon.

Er war im zweiten Freitagstraining ausgangs der Zielkurve von der Fahrbahn abgekommen und verunfallt. Beim Einschlag in die Barrieren war sein Red Bull RB16 umfangreich beschädigt worden.

All das aber sei schnell vergessen. "Man entschuldigt sich, konzentriert sich allerdings gleichzeitig schon auf den folgenden Tag", sagt Albon. "Du denkst nach, wie das Auto vor dem Crash war, woran man arbeiten muss, damit es im dritten Training gleich wieder weitergehen kann. Das ist die Einstellung."

"Es ist nicht sinnvoll, lange darüber nachzudenken oder Bedauern zu haben. All das hilft ja nicht."

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.