Milliardär will Alcácer haben

Patrick Berger
Sport1

Während der eine, Erling Haaland, über beide Backen strahlte, wollte der andere, Paco Alcácer, am liebsten einfach nur schnell in die Kabine.

Deutlicher hätte der Kontrast am Dienstagvormittag nach dem öffentlichen Training des BVB in Dortmund-Brackel kaum sein können. Hier Haaland, das neue und von den rund 400 Fans gefeierte Sturm-Juwel, da der unzufriedene und wechselwillige Alcácer.

Die Zeichen zwischen dem 26-jährigen Spanier und dem Pott-Klub stehen auf Abschied.

Scrollen, um mit dem Inhalt fortzufahren
Anzeige


Am Dienstag trainierte der Stürmer erneut lustlos, wirkte in vielen Übungen wie ein Einzelgänger, der mit seinen Gedanken woanders ist.

Favre: "Ich kann nicht sagen, ob er in Dortmund bleibt"

Aus diesem Grund hatte ihn Trainer Lucien Favre bereits vorige Woche aus dem Kader für das Augsburg-Spiel genommen. Die Begründung: "Ich hatte nicht das Gefühl, dass er bereit ist, uns heute zu helfen."

Und dann sagte der Schweizer noch: "Es geht weiter mit ihm, aber ich kann nicht sagen, ob er in Dortmund bleibt."

Jetzt das aktuelle Trikot von Borussia Dortmund bestellen - hier geht's zum Shop! | ANZEIGE

Wohl kaum. Wie spanische Medien jetzt berichten, macht der FC Valencia nämlich ernst. Der Tabellensiebte der spanischen Liga ist weiterhin an einer Verpflichtung Alcácers interessiert.

Bislang gab es aber noch kein konkretes Angebot der Spanier. Manager Michael Zorc sagte kürzlich: "Wir können erst darüber reden, wenn ich wieder etwas auf dem Tisch liegen habe."


Alcácer unzufrieden - Valencia interessiert

Bald schon könnte Zorc wieder etwas auf dem Tisch liegen haben. Bei Valencia hat Klub-Eigentümer Peter Lim den Alcácer-Poker nun zur Chefsache erklärt. Der 66 Jahre alte Milliardär aus Singapur ist davon überzeugt, dass Alcácer, der die Valencia-Jugend durchlief und seine ersten Profischritte bei den "Fledermäusen" machte, eine Soforthilfe im Kampf um die Teilnahme am europäischen Wettbewerb sein kann.

Alcácer, der bei Favre nur noch Reservist ist, machte zuletzt immer wieder deutlich, dass er "irgendwann" wieder nach Spanien zurückkehren wolle. Er ist unzufrieden – und zeigt das auch. Zwar schoss Alcácer in dieser Runde in elf Ligaspielen fünf Tore (trifft alle 117 Minuten), doch die Rolle als Joker stinkt ihm. Seine Frau sei zudem, so ist zu hören, im Ruhrgebiet unglücklich.


Der BVB, der Alcácer im Sommer 2018 aus Barcelona holte und nur wenige Monate später die Kaufoption in Höhe von 23 Millionen Euro zog, fordert rund 35 Millionen Euro Ablöse für den 19-fachen Nationalspieler – eigentlich zu viel für Valencia. Die Lösung für Eigentümer Lim: Franzosen-Stürmer Kévin Gameiro (32) loswerden. Das würde rund 14 Mio. Euro in die Vereinskasse spülen.

Der Alcácer-Poker soll in diesen Tagen eröffnet werden.

Lesen Sie auch