Paris-Nizza: Schachmann verteidigt Führung trotz Sturz

Sportinformationsdienst
Sport1

Radprofi Maximilian Schachmann (Bora-hansgrohe) hat trotz eines Sturzes kurz vor dem Ziel auch auf der sechsten Etappe der Fernfahrt Paris-Nizza das Gelbe Trikot des Gesamtführenden erfolgreich verteidigt. 

Dem deutschen Straßenmeister aus Berlin reichte auf dem anspruchsvollen 161,5 km langen Teilstück von Sorgues nach Apt ein zwölfter Platz. Im Gesamtklassement liegt Schachmann 18 Sekunden vor dem Belgier Tiesj Benoot (Sunweb), der sich den Tagessieg vor seinem australischen Teamkollegen Michael Matthews sicherte.


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"Max hat eine wahnsinnig tolle Woche hinter sich, er war immer auf der Höhe. Er hat es verdient, Paris-Nizza in Gelb zu beenden, wann auch immer das sein wird", sagte Bora-Teamchef Ralph Denk dem SID. Der Radsport-Klassiker in Frankreich ist eines der letzten Sportevents, die noch ausgetragen werden - die restliche Welt des Sports ist durch die Corona-Krise weitgehend zum Erliegen gekommen. 

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Die Frage nach dem "Wann" ist auch bei Paris-Nizza noch nicht abzusehen: Vor der Etappe am Freitag hatten die Organisatoren des prestigeträchtigen "Rennens zur Sonne" aufgrund der Corona-Pandemie beschlossen, die Fernfahrt vor der Schlussetappe am Sonntag vorzeitig zu beenden. Dies bedeutet allerdings auch, dass die siebte Etappe Samstag noch planmäßig stattfinden wird. Nur das Team Bahrain-McLaren hatte zuvor den Start am Freitag ins sechste Teilstück verweigert.

Spätestens nach dem Samstags-Teilstück nach La Colmiane und vor dem traditionellen Schlussabschnitt in Nizza dürfte auch der Profi-Radsport jedoch erst einmal komplett stoppen.

Nach der längst bekannten Absage von Mailand-Sanremo (21. März) hatte die belgische Region Flandern am Donnerstag alle im März geplanten Sportveranstaltungen vor Publikum abgesagt, darunter das Traditionsrennen Gent–Wevelgem. Auch die Austragung der großen Klassiker Flandern-Rundfahrt (5. April) und Paris-Roubaix (12. April) erscheint aktuell undenkbar.


Der Start des 103. Giro d'Italia in Ungarn fällt ebenfalls aus, die Corona-Pandemie macht die planmäßige Austragung der ersten großen Landesrundfahrt des Jahres unmöglich. Am Freitag bestätigte der Veranstalter RCS Sport die Absage und bekräftigte zugleich die Absicht, das Rennen zu einem späteren Zeitpunkt im Jahr in Ungarn starten zu lassen.  

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