Wieso Paris-Nizza-Sieger Schachmann an Tour-Verzicht denkt

SID
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Wieso Paris-Nizza-Sieger Schachmann an Tour-Verzicht denkt
Wieso Paris-Nizza-Sieger Schachmann an Tour-Verzicht denkt

Der frischgebackene Paris-Nizza-Sieger Maximilian Schachmann will im Sommer lieber zu den Olympischen Spielen nach Tokio als zur Tour de France.

"Klar, die Tour ist das Größte im Radsport. Aber der Titel Olympiasieger geht weit über den Radsport hinaus. Das ist etwas ganz Besonderes", sagte der 27-Jährige vom Team Bora-hansgrohe dem Münchner Merkur und der tz.

Eine Entscheidung über seinen Einsatz falle nach den Ardennen-Klassikern, das sei mit der Teamleitung so abgemacht. Das Problem: Die Tour findet vom 26. Juni bis 18. Juli statt, bereits sechs Tage später (24. Juli) werden im olympischen Straßenrennen die Medaillen vergeben.

Olympia-Strecke kommt Schachmann entgegen

Der Olympia-Kurs in Tokio kommt Schachmann entgegen.

"Die Strecke hat zum Teil ein Klassikerprofil. Da sollte ich ganz gut damit zurecht kommen", sagte der Berliner. Das mache ihn aber nicht gleich zu einem Favoriten. "Es wäre vermessen zu sagen: Ich werde in Tokio Olympiasieger. Aber ich kann mir schon einige Chancen dafür ausrechnen", sagte Schachmann.

Nach seinem Triumph bei Paris-Nizza richtet Schachmann seine Konzentration nun auf die Klassiker. Sie "gehören zu den wichtigsten Saisonzielen, die habe ich natürlich auf der Rechnung", sagte er.

Bereits am Samstag steht sein Debüt bei Mailand-Sanremo auf dem Programm. Seine Chancen? "Nun, ich bin ein bisschen erkältet", sagte Schachmann, "und ich fahre zum ersten Mal ein so langes Eintagesrennen: 299 Kilometer - das wird nicht einfach."