Was passiert mit der 3. Liga? So lief die Abstimmung

Sport1

Während die Klubs der Bundesliga und 2. Liga einheitlich darauf hoffen, dass der Spielbetrieb im Mai mit Geisterspielen fortgesetzt werden kann, ist die Lage in der 3. Liga längst nicht so klar.

Ein Teil der Vereine plädiert für einen Abbruch, ein anderer ist dagegen.

Am Montag fand eine gemeinsamen Videokonferenz der Drittligisten mit dem DFB statt, in der die 20 Vereine über einen möglichen Saisonabbruch, beziehungsweise die Fortführung diskutierten und am Ende darüber abstimmten.

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Nach SPORT1-Informationen ergab die Abstimmung, dass acht Vereine für einen sofortigen Abbruch (Mannheim, Münster, Magdeburg, Chemnitz, Halle, Zwickau, Jena, Großsaspach) waren. Zehn Klubs votierten dagegen für eine Fortführung der Spielzeit, zwei enthielten sich.  

Duisburg für Fortsetzung

Spitzenreiter MSV Duisburg sprach sich bereits für eine Saison-Fortsetzung aus: "Die Weiterführung des Spielbetriebs zur Ermittlung von Auf- und Absteigern - diese Position haben wir bereits in den vergangenen Wochen seit Unterbrechung des Spielbetriebs deutlich gemacht und dabei bleiben wir auch“, sagte MSV-Präsident Ingo Wald auf der MSV-Website zitiert. 

Auch der 1. FC Kaiserslautern veröffentlichte eine Stellungnahme: "Der 1. FC Kaiserslautern möchte die Saison 2019/20 grundsätzlich auf sportlichem Wege beenden und würde daher die restlichen Spiele gegebenenfalls auch unter Ausschluss der Zuschauer austragen. Der 1. FC Kaiserslautern legt jedoch großen Wert darauf, dass die Saison zum 30. Juni 2020 beendet wird, sofern offene rechtliche Fragen nicht geklärt sind."


Es ging darum, "ein tatsächliches Meinungsbild in der 3. Liga" einzuholen, sagte der für die dritthöchste Spielklasse zuständige DFB-Vizepräsident Peter Frymuth: "Das Ergebnis der Abfrage ist von allen zu respektieren und akzeptieren. Auch wenn das Bild nicht einheitlich ist, besteht eine mehrheitliche Meinung unter den Klubs, wie im Falle einer veränderten behördlichen Verfügungslage verfahren werden sollte."

Soweit möglich wird damit weiterhin der sportliche Abschluss der Saison bis zum 30. Juni angestrebt.

Entscheidung liegt beim DFB

Wie es tatsächlich mit der 3. Liga weitergeht, wird aber in letzter Instanz vom DFB entschieden.

Der Verband will für eine mögliche Entscheidung über einen Abbruch der Saison in der 3. Liga und der Frauen-Bundesliga einen Außerordentlichen Bundestag einberufen. Darauf hatte sich das DFB-Präsidium auf seiner Sitzung am vergangenen Freitag verständigt.

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