Peters rechtfertigt seine Schalke-Strategie

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Finanzboss Peter Peters hat der Darstellung widersprochen, dass der umstrittene Härtefallantrag der Auslöser für seinen Rücktritt beim FC Schalke 04 zum 30. Juni gewesen ist.


"Ich habe mich seit einem Jahr mit der Frage beschäftigt, ob es für mich persönlich noch Sinn macht, bei Schalke 04 weiter zu arbeiten", stellte der 57-Jährige in der Sport Bild klar.

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Vor etwa zwei Monaten sei ihm die Erkenntnis gekommen, seinen Vertrag zum 30. Juni aufzulösen. "Es war also keine spontane Sache", betonte Peters.

Peters verweist auf Wert des FC Schalke 04

Zudem wehrt sich der Vizepräsident des DFB dagegen, den Verein heruntergewirtschaftet zu haben.

"Der Verein ist vorbereitet, durch die Krise zu kommen. Es bleibt ein sauber finanzierter Verein, der in den vergangenen Jahren als Unternehmen unfassbare Werte geschaffen hat", erklärte er.

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Es sei richtig gewesen, die Catering- und Marketing-Rechte in der Ära von Felix Magath von 2009 bis 2011 nicht zu veräußern, obwohl Schalke dafür "einen dreistelligen Millionen-Betrag" hätte bekommen können, so Peters.


Schalke immer nur an Schulden gemessen?

Schalke gehört zu den 15 wertvollsten Marken im Fußball - laut der Studie "The European Elite 2020". Peters würde sich deshalb wünschen, dass nicht ständig auf den Schulden der Knappen herumgeritten würde.

"KPMG (angesehene Gesellschaft für Wirtschaftsprüfung, Anm. d. Red.) bewertet Schalke mit über 800 Millionen Euro. Und selbst wenn durch die Corona-Krise eine Neubewertung erfolgen würde, bliebe in jedem Fall ein Betrag, der immer noch deutlich unsere Verbindlichkeiten überstiege. Man hat Schalke in der Vergangenheit nur an den Verbindlichkeiten gemessen, aber nie an Werten", bemängelte Peters.

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