Petronas-Teamchef Razali: "Warte auf Anruf von Rossi"

Gerald Dirnbeck
motorsport.com

Die Wahrscheinlichkeit steigt, dass Valentino Rossi 2021 im Petronas-Yamaha-Team MotoGP fahren wird. Der Italiener ließ jüngst durchklingen, dass er weitermachen will. Und auch Yamaha-Teamchef Lin Jarvis kündigte an, dass bis Ende Juni der neue Vertrag unterschrieben sein könnte. Doch von Petronas-Seite weiß man noch keine Details.

"Ich checke mein Telefon jeden Tag, aber bis jetzt habe ich noch nichts gesehen", wird Petronas-SRT-Teamchef Razlan Razali von 'Crash.net' zitiert. "Ich hoffe, dass mir Valentino zumindest eine Nachricht auf WhatsApp schickt. Bisher kam nichts, aber wir sind offen für ihn."

Ursprünglich wollte das Satellitenteam Fabio Quartararo mit einem jungen Fahrer ersetzen. Rossi hätte aber auch eine Reihe von Vorteilen. Sein Gehalt würde wahrscheinlich Yamaha bezahlen. Und für Petronas wäre der populärste Fahrer aus Marketingsicht sehr interessant.

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"Sollte es klappen, wenn werden wir uns das definitiv ansehen. Wir werden ihn nicht ignorieren. Er ist neunmaliger Weltmeister und hat in den Bereichen Marketing und Aufmerksamkeit Gewicht. Aber wir müssen den Deal verstehen. Was sind die Vor- und Nachteile", fragt Razali.

Was passiert mit Rossis Crew?

Klar ist, dass Rossi Werksmaterial erhalten würde. Das hat Yamaha bereits zugesichert. Eine wichtige Frage betrifft das Umfeld. Nimmt Rossi seine Crew mit zu Petronas? Dann könnte Quartararo seine Crew ins Werksteam mitnehmen.

Lin Jarvis und Razlan Razali stehen vor neuen Verhandlungen

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Lin Jarvis und Razlan Razali stehen vor neuen Verhandlungen LAT

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Und wie lange würde Rossi unterschreiben? Nur für 2021 oder auch für 2022. Und sollte es nur ein Einjahresvertrag werden, wie würde es danach mit seiner Crew weitergehen? Hören dann einige Mechaniker auch auf?

Da die meisten Verträge für zwei Jahre geschlossen werden, könnte es schwierig werden, für einen Nachfolgefahrer für 2022 eine neue Crew zusammenzustellen. Das sind alles Fragen, die in den kommenden Wochen bei den Verhandlungen berücksichtigt werden müssen.

Yamaha konnte Quartararo nicht verlieren

Dass Rossi, Yamaha und Petronas SRT überhaupt in diese Situation gekommen sind, liegt am kometenhaften Aufstieg von Quartararo. "Das Risiko ihn zu verlieren war zu groß", sagt eine Quelle aus dem Yamaha-Lager, die anonym bleiben möchte, gegenüber 'Motorsport.com'.

"Deshalb hat man sich dazu entschieden, Valentino gehen zu lassen. Bisher gab es keinen Grund, ihn gehen zu lassen, denn es gab keinen offensichtlichen Fahrer, der ihn ersetzen könnte. Aber wenn Fabio bei einer anderen Marke Erfolge gehabt hätte, wären bei Yamaha Köpfe gerollt."

Als Teamkollege von Rossi steht Franco Morbidelli auf der Pole-Position. Sowohl Razali als auch Jarvis haben schon betont, dass man mit dem Italiener weitermachen möchte. In diesem Fall würde Rossi mit seinem Kumpel und VR46-Nachwuchsfahrer ein Team bilden.

Mit Bildmaterial von LAT.

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