Pfiffe gegen Sané: Wie geht es jetzt für ihn weiter?

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Pfiffe gegen Sané: Wie geht es jetzt für ihn weiter?
Pfiffe gegen Sané: Wie geht es jetzt für ihn weiter?

Dass das Publikum in München nicht zimperlich mit den eigenen Stars umgeht, hat Arjen Robben 2012 erfahren müssen.

Damals wurde der Niederländer beim Länderspiel gegen Deutschland in der Allianz Arena gnadenlos von den Münchner Fans ausgepfiffen, nachdem er zuvor zwei entscheidende Elfmeter für den FC Bayern verschoss. Robben war fassungslos und flüchtete aus der Allianz Arena. Das Tischtusch schien zerschnitten zu sein.

Am Mittwochabend ereilte Leroy Sané fast das gleiche Schicksal. 

Überraschend stand er für den angeschlagenen Thomas Müller in der Startelf. Der 25 Jahre Flügelspieler rieb sich auf, ackerte defensiv gut mit, doch in der Offensive gelang ihm erneut nur wenig bis gar nichts. Kaum ein Dribbling endete erfolgreich. Selbst nach einer Umstellung in der zweiten Hälfte kam er kaum ins Spiel. Er habe gewirkt "wie ein Geist", urteilte L'Equipe. 

Selbst Löw tobt wegen Sané

Löw sagte nach dem Abpfiff: "Wir haben Leroy ganz rechts an den Flügel geschickt, in der Hoffnung, dass er dort im Eins-gegen-Eins und mit der Schnelligkeit nach innen und außen durchbrechen kann. Aber das ist auch nicht so gelungen.”

Nachdem er in der zweiten Halbzeit einen Eckball versemmelte, hagelte es erstmals Pfiffe für Sané. Dass er Sekunden vor dem Schlusspfiff einen aussichtsreichen Konter mit einem Fehlpass abschloss, verzieh es ihm das Publikum erneut nicht.

Auch Löw tobte wutentbrannt an der Außenlinie, weil Kevin Volland in der Mitte vollkommen freistand. Der Bundestrainer sagte anschließend: "Diese Dinge sollten eigentlich nicht passieren."

SPORT1-Kolumnist Markus Babbel sagt: "Bei Sané wundere ich mich ehrlich gesagt, dass sich noch so viele Fans über seine Leistungen ärgern. Die EM ist ein Spiegelbild seiner Saison und ich sehe da einfach keinen Fortschritt."

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Sané kann Klasse auch bei der EM nicht zeigen

Bei dieser EM wollte er es ganz Fußball-Deutschland zeigen und beweisen, dass ihn der Bundestrainer 2018 zu Unrecht aus dem Kader für die Weltmeisterschaft in Russland gestrichen hatte.

Nach zwei schwächeren Auftritten in den Testspielen gegen Dänemark (1:1) und Lettland (7:1) verlor er seinen Stammplatz auf der Zielgeraden an Kai Havertz. Sané wurde deshalb gegen Frankreich (0:1) und Portugal (4:2) nur eingewechselt, sammelte lediglich 19 Spielminuten.

Löw, bekannt dafür, seine Stars auch in schwierigen Zeiten zu unterstützen, stellte ihn gegen Ungarn jedoch in die Startelf und ließ keine Zweifel daran aufkommen, dass Sané bei diesem Turnier nicht doch eine tragende Rolle einnehmen könnte. Gegen Ungarn konnte er sein Potential jedoch erneut nicht abrufen.

Gegen England wieder Müller statt Sané?

Seine Rolle im Achtelfinale gegen England am Dienstag ist völlig offen. Jedoch ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass er nicht in der Startelf steht, sofern sich Müller einsatzbereit meldet, da Serge Gnabry und Kai Havertz vorne gesetzt sein werden.

"Natürlich kann er aufgrund seiner Qualitäten, die er ja schon hat, der Mannschaft mal helfen, wenn er reinkommt. Aber dass der Knoten platzt und er ein Spiel ganz alleine entscheidet, da fehlt mir gerade leider jede Fantasie", sagt Babbel, der mit Deutschland 1996 Europameister wurde.

Sané muss es nun schaffen, sich mit guten Leistungen und der richtigen Einstellung in die Herzen der deutschen Fans zurückzuspielen. So, wie es Robben gelang.

Denn "Mr. Wembley" schoss Bayern nicht nur ein Jahr nach den Pfiffen zum Champions-League-Titel gegen den BVB in London, sondern verließ Bayern sieben Jahre nach seiner Schmach in der heimischen Allianz Arena als Legende und Publikumsliebling.

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