Phänomen Federer – der beste Botschafter für Laureus

Martin Volkmar
Sport1
Roger Federer nahm den Preis von Boris Becker entgegen
Roger Federer nahm den Preis von Boris Becker entgegen

Er war der Mann des Abends: Roger Federer.

Doch nicht nur wegen seiner zwei Auszeichnungen als Weltsportler des Jahres und als Comebacker des Jahres stand der Schweizer bei den Laureus World Sports Awards in Monaco im Mittelpunkt.

Sondern auch wegen seiner unglaublichen Normalität und Höflichkeit, die der bescheidene Weltstar allen zukommen lässt. So kam Federer nicht nur fast jeder Interview-Bitte, sondern auch den vielen Wünschen nach gemeinsamen Fotos ohne zu Murren nach.

Damit kann es kaum einen besseren Botschafter für die Laureus-Idee geben, bei der neben den sportlichen Ehrungen auch die sozialen Projekte eine große Rolle spielen.


"So einen gibt es nicht wieder"

"Roger ist ein Phänomen. So einen gibt es nicht wieder", lobte Boris Becker den Weltranglisten-Ersten im Tennis, der im vergangenen Jahr eine spektakuläre Rückkehr in die Spitze gefeiert hatte.

Mit dem nunmehr fünften Laureus als Weltsportler, der ihm von Becker überreicht worden war, stieg Federer zum alleinigen Rekordpreisträger auf. "Das ist ein ganz besonderer Moment für mich. Jeder weiß, wie viel mir meine Laureus-Awards bedeuten", erklärte der 36-Jährige.

"Die vergangene Saison war einfach unvergesslich für mich, dass ich nach all den Schwierigkeiten, die ich 2016 hatte, das Comeback schaffte. Und diese zwei Auszeichnungen machen das Ganze noch unvergesslicher."

Die Entscheidung der aus zahlreichen Olympiasiegern und Weltmeistern bestehenden Laureus Academy für Federer fand auch den Beifall von Dr. Jens Thiemer.


"Roger Federer ist der Gentleman unter den Tennisspielern. Er hat Herz, er hat Nahbarkeit und er ist in seinen Leistungen des zurückliegenden Jahres herausragend gewesen", erklärte der Manager von Laureus-Sponsor Mercedes und Beirat der Laureus Sport for Good-Stiftung.

Zahlreiche soziale Sportprojekte

Thiemer war es aber auch ein Anliegen, für die zahlreichen sozialen Projekte abseits des roten Teppichs von Monaco zu werben.

"Es gab immer den großen Gedanken, der sich in den Worten manifestiert hat 'Sport for Good'. 'Change the Game for Kids' ist unser Motto hier. Wir haben in den letzten Jahren beachtliche Summen einsammeln können, über 100 Million Euro Spendengelder", berichtete er.


Rund 100 Millionen Kinder weltweit, so Thiemer, "werden in Armut geboren, wachsen sozial benachteiligt auf, haben kaum Zugang zu Bildung oder zu Beschäftigung. Wir wollen als Laureus dazu beitragen, diese Ungleichheiten ein Stück weit zu beseitigen, Kindern eine echte Chance zu geben und sich in ihrem Leben zu beweisen. Die Laureus Sport for Good-Projekte können hier helfen, Weichen zu stellen, Perspektiven aufzuzeigen."

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