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Piepers bittere Olympiatage

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Piepers bittere Olympiatage
Piepers bittere Olympiatage

Amos Pieper schüttelte den Kopf und wischte sich das Gesicht am Trikot ab, als Schiedsrichter Victor Miguel Gomes an die Seitenlinie gerufen wurde, um eine entscheidende Szene zu prüfen.

Der 23-Jährige, der zuvor nur Gelb gesehen hatte, schien zu ahnen, was auf ihn zukommen würde.

Und so war es auch: Gomes kehrte zurück und schickte Amos wegen der Notbremse an Salem Al-Dawsari nachträglich unter die Dusche. Das war in der 67. Minute. (Spielverlauf zum Nachlesen)

Rund eine halbe Stunde später war die Partie vorbei, die deutsche Olympia-Mannschaft hatte Saudi-Arabien knapp mit 3:2 geschlagen und somit alle Viertelfinal-Träume aufrechterhalten.

Eine Erleichterung nach der Auftaktpleite gegen Brasilien; doch vielleicht nicht für jeden. Denn Pieper, der Anfang Juni mit der U21-Nationalmannschaft um Trainer Stefan Kuntz die Europameisterschaft gewonnen hatte, erlebte bei den Olympischen Spielen in Tokio seinen zweiten rabenschwarzen Tag.

Auch gegen Brasilien hatte der Bielefelder den Rasen vorzeitig verlassen müssen, an jenem Tag nicht wegen eines Platzverweises, sondern weil Kuntz ihn schon zur Halbzeit runternahm.

Grund war angeblich die Gelb-Rot-Gefahr, doch zur Wahrheit gehört auch, dass Pieper an diesem Donnerstag nahezu alles misslang, was einem Spieler misslingen kann.

Pieper: “Beschissenes Spiel“

So sah der 1,92 Meter große Innenverteidiger bei nahezu jeder Offensivaktion der Brasilianer schlecht aus, besonders beim 0:1, ebenso bei den anderen beiden Toren vor der Pause, und fast hätte er Richarlison auch noch den vierten Treffer aufgelegt.

“Ich war bei keinem Gegentor auf der Höhe, das tut mir für das Team sehr leid“, hatte Pieper nach der Partie erklärt. “Es lief ziemlich viel ziemlich gut dieses Jahr, aber das war jetzt ein beschissenes Spiel.“

Was er mit “ziemlich viel ziemlich gut“ meint, ist die Rückrunde mit Arminia Bielefeld, die im Klassenerhalt ihr glorreiches Finale fand; ebenso wie der bereits genannte U21-Triumph in Slowenien. Beides Erfolge, die Pieper niemand mehr nehmen kann – egal, was in Tokio noch passiert.

Traumpass von Pieper

Und auch gegen Saudi-Arabien hatte es zunächst danach ausgesehen, als würde Pieper seine Patzer aus Spiel eins wettmachen können. So spielte er in der 43. Minute einen Traumball auf Ragnar Ache, der im zweiten Anlauf vollenden und damit die zwischenzeitliche 2:1-Führung für Deutschland erzielen konnte.

In Hälfte zwei dann der Platzverweis und die fast halbstündige Unterzahl. Deutschland ist dank des Tores von Felix Uduokhai (75.) dennoch mit einem blauen Auge davongekommen, hat den Viertelfinal-Einzug gegen die Elfenbeinküste selbst in der Hand.

Dann allerdings ohne Amos Pieper, der vielleicht wieder in der K.o.-Phase zeigen darf, was eigentlich in ihm steckt.

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