Pierre Gasly bleibt für die Formel-1-Saison 2021 bei AlphaTauri

Juliane Ziegengeist
·Lesedauer: 3 Min.

Pierre Gasly wird auch die Formel-1-Saison 2021 in der Mannschaft von AlphaTauri bestreiten. Das gab der Rennstall am Mittwochvormittag offiziell bekannt.

"Ich bin sehr glücklich, mit der Scuderia AlphaTauri eine weitere Saison fortzusetzen", kommentiert Gasly die Vertragsverlängerung. "Dieses Jahr läuft sehr gut, und wir sind auf dem besten Weg, unsere erfolgreichste Saison in der Geschichte des Teams zu erleben."

Der Franzose fuhr beim Grand Prix von Italien in Monza seinen ersten Formel-1-Sieg ein, der gleichzeitig den zweiten Sieg in der Geschichte von AlphaTauri (ehemals Toro Rosso) markierte. 2008 hatte Sebastian Vettel - ebenfalls in Monza - triumphiert.

Spekulationen um Red-Bul-Wechsel vom Tisch

"Ich habe das Gefühl, dass wir eine sehr starke Beziehung haben. Wir haben es geschafft, jede sich uns bietende Gelegenheit zu nutzen, die beste beim Grand Prix von Italien", blickt Gasly zurück. "Mein erstes Formel-1-Rennen in Monza zu gewinnen, war ein ganz besonderer Moment für mich. (...) Darauf bin ich sehr stolz."

Der 24-Jährige versichert: "Ich werde mein Bestes geben, um das Team voranzubringen und alles in meiner Macht Stehende, um es so weit nach vorne zu bringen, wie ich kann."

Gaslys Leistungen, zuletzt ein fünfter Platz in Portimao, nährten zuletzt Spekulationen, dass er nächstes Jahr zu Red Bull zurückkehren könnte, nachdem er 2019 nach zwölf Rennen in die B-Mannschaft degradiert worden war. Doch das Team machte deutlich, dass es nicht vorhabe, einen Wechsel zurück vorzunehmen.

Tost lobt Gaslys Fahrkunst und mentale Stärke

AlphaTauri-Teamchef Franz Tost ist froh, dass ihm Gasly erhalten bleibt: "Seit er im vergangenen Jahr zum Team zurückkehrte, zeigte er durchweg extrem gute Leistungen und erreichte zwei Podestplätze, mit einem zweiten Platz in Brasilien 2019 und einem Sieg im Heimrennen des Teams beim diesjährigen Grand Prix von Italien."

Der Franzose habe sich nicht nur aufgrund seines fahrerischen Talents als "äußerst konkurrenzfähig" erwiesen. Er sei auch in der Lage, das Potenzial des Autos bei jedem Rennen auszuschöpfen und den Ingenieuren wertvolles Feedback zu geben.

"Er ist mental sehr stark, er ist immer motiviert und wenn er sich ein Ziel setzt, gibt er alles, um es zu erreichen", lobt Tost. "Ich freue mich darauf, diese Zusammenarbeit auszuweiten und gemeinsam eine erfolgreiche Saison 2021 zu erleben."

Franz Tost setzt auch für die nächste Saison große Hoffnungen in Gasly

Franz Tost setzt auch für die nächste Saison große Hoffnungen in Gasly<span class="copyright">Motorsport Images</span>
Franz Tost setzt auch für die nächste Saison große Hoffnungen in GaslyMotorsport Images

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Wer dann an der Seite von Gasly für AlphaTauri fahren wird, ist noch nicht bekannt. Viel wird auch davon abhängen, wo Red Bull seine Vertragsfahrer für das nächste Jahr platzieren will.

Zweites Cockpit bei AlphaTauri noch ungeklärt

Die Zukunft von Alexander Albon, der Gasly im vergangenen Jahr beerbte, hängt in der Luft, nachdem der Teamkollege von Max Verstappen zuletzt nicht überzeugen konnte. Sollte man sich dafür entscheiden, ihn fallen zu lassen, könnte dies dazu führen, dass er zu AlphaTauri zurückkehrt.

Allerdings wird mit dem zweiten Cockpit neben Gasly auch das von Honda unterstützte Nachwuchstalent Yuki Tsunoda in Verbindung gebracht, der in der Formel 2 eine bisher beeindruckende Rookie-Saison gezeigt hat.

Gaslys aktueller Teamkollege Daniil Kwjat muss so oder so um seinen Platz für 2021 fürchten, nachdem er mit den Leistungen des Franzosen nur schwer mithalten konnte.

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.