Von Piloxing bis SUP-Yoga: Diese sechs Fitness-Trends für den Sommer solltet ihr kennen

Yoga auf dem Stand-Up-Paddling-Board erfordert Balance. - Copyright: Getty Images/JMichl
Yoga auf dem Stand-Up-Paddling-Board erfordert Balance. - Copyright: Getty Images/JMichl

Der Sommer ist im vollen Gange, doch die Bikinifigur oder der durchtrainierte Körper lassen noch auf sich warten? Im Fitnessstudio Gewichte zu stemmen oder die Laufschuhe zu schnüren, ist bekanntlich nicht für jeden etwas. Damit ihr eine Sportart findet, die zu euch passt, haben wir für euch die neuesten Fitnesstrends recherchiert. In unserer Auswahl ist garantiert für jeden etwas dabei.

1. SUP-Yoga

Stand-up-Paddling, kurz SUP, hat in den vergangenen Jahren einen enormen Aufschwung erfahren. Auf dem See, Fluss oder Meer sehen wir immer häufiger Sportler, die, ausgestattet mit einem Stechpaddel, auf einem Board über das Wasser gleiten. Bei der sanften Sportart könnt ihr nicht nur euren ganzen Körper trainieren, sondern gleichzeitig die sommerlichen Temperaturen auf dem Wasser genießen. Neu hinzugekommen ist die Kombination mit Yoga.

So geht's: Man stellt sich breitbeinig auf das (feste oder aufblasbare) Board und manövriert dieses mit einem Paddel über die Wasseroberfläche. Nun heißt es: die Balance halten! Einsteiger starten mit einem breiten Modell – denn das kippt nicht so leicht um und ist ideal geeignet für ruhige Gewässer. Um Yoga-Übungen ausführen zu können, bieten sich spezielle Yoga-SUPs an. Sie sind zusätzlich mit einer Matte sowie einer Halterung für das Paddel versehen.

Wer jetzt denkt, dass das Wackeln des SUPs stört, liegt falsch. Denn es gilt: Je instabiler die Wasserlage, desto effektiver das Training, weil die Tiefenmuskulatur dadurch besonders gestärkt wird. Die Konzentration und Koordination werden gestärkt, während eure Aufmerksamkeit sich ganz auf eure und euer Board richtet. Bei Sonnenschein und an der frischen Luft fällt es zudem direkt leichter, zu entspannen und eine beruhigende Wirkung zu entfalten.

Mann Pulver
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2. Piloxing

Schweißtreibendes Workout: Piloxing vereinbart Boxen mit Pilates.  - Copyright: Getty Images
Schweißtreibendes Workout: Piloxing vereinbart Boxen mit Pilates. - Copyright: Getty Images

Stars wie Kirsten Dunst oder Hilary Duff schwören derzeit auf Piloxing, eine Kombination aus Boxen und Pilates. Das schweißtreibende Workout aus den USA wird inzwischen auch in vielen Fitnessstudios in Deutschland angeboten. Schnelle, dynamische Bewegungen aus dem Boxen werden mit kräftigen Übungen für den Beckenboden sowie die Bauch- und Rückenmuskulatur verbunden. So entsteht ein Fitness-Programm – meist wird in der Gruppe trainiert – im Intervall-Stil. Das bedeutet, Phasen der beiden Disziplinen wechseln sich ab oder vermischen sich.

Auf den ersten Blick wirkt Piloxing oftmals wie eine ausdauernde Tanz-Choreografie. Das verwundert nicht, denn entwickelt wurde der angesagte Kurs von einer Profi-Tänzerin namens Vivea Jansen, die zudem als Personal- und Pilates-Trainerin arbeitet. Ihr Ziel war es, einen Fitnesskurs für Frauen zu entwickeln, der mit speziellen Übungen ihre körperliche und mentale Kraft stärkt. Zudem hat das Training positive Auswirkungen auf unsere Gesundheit: Das Herz-Kreislauf-System wird gestärkt, die Ausdauer geschult.

3. Padel

Padel: Das Workout aus Squash und Tennis stärkt die Ausdauer. - Copyright: Getty Images
Padel: Das Workout aus Squash und Tennis stärkt die Ausdauer. - Copyright: Getty Images

Wer genau hinschaut, kann in vielen Tennis-Vereinen gerade eine neue Variante des Rückschlagspiels erkennen. Padel, eine Mischung aus Tennis und Squash, hat sich hier zunehmend etabliert. Der Schläger besitzt, anders als ein Tennis- oder Squashschläger, eine glatte Schlagfläche und ist nicht mit Saiten bespannt. Das Prinzip des Spiels ist aber vergleichbar mit Tennis.

Gespielt wird als Doppel, also zwei gegen zwei Spieler. Das Spielfeld ist zehn mal 20 Meter groß und von Glaswänden und Drahtzaun umgeben. Wie beim Squash können die Wände in das Spiel mit einbezogen werden. So wird dem Ball eine neue Richtung gegeben und das Spiel wird dynamischer. Die Zählweise ist angelehnt an ein Tennis-Match: Das Spiel beginnt mit einem Aufschlag "von unten". Dazu darf der Ball maximal einmal auf dem Boden aufsetzen. Das Team, das zuerst zwei Sätze gewinnt, hat das Match gewonnen. Um einen Satz für sich zu entscheiden, müssen sechs Spiele gewonnen werden – bei mindestens zwei Spielen Vorsprung. Ein ausführliches Regelwerk gibt es auf der Seite der internationalen Padel-Vereinigung (International Padel Federation) zum Download.

4. Trailrunning

 - Copyright: Getty Images
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Ihr seid begeisterte Läufer, doch die ewig gleichen Strecken und Abläufe langweilen euch? Dann wird es Zeit, neue Inspirationen zu sammeln. Der Trend für den Sommer lautet: Trailrunning. Trail bedeutet, wörtlich übersetzt, Spur oder Pfad. Anstatt auf asphaltierten oder ausgewiesenen Wegen geht es mitten durch die Natur.

Für das Lauftraining benötigt ihr aber keine Berglandschaft vor der Haustür. Egal ob hügelig, flach oder im alpinen Gelände – die Sportart könnt ihr grundsätzlich überall ausüben. Es geht in erster Linie darum, sich an der frischen Luft zu bewegen, seine Ausdauer zu trainieren und die Umgebung mit allen Sinnen wahrzunehmen. Parameter wie die Streckenlänge, Geschwindigkeit oder Herzfrequenz spielen beim Trailrunning eine untergeordnete Rolle. Daher ist der Fitnesstrend sowohl für Einsteiger als auch für erfahrene Jogger geeignet.

Für längere Touren empfiehlt es sich, spezielle Lauf- oder Trailrunning-Schuhe sowie Funktionskleidung zu tragen. Für Geübte gibt es sogar Trailrunning-Events, bei denen man mit Gleichgesinnten unterwegs ist. Vordefinierte Zeiten oder Distanzen gibt es nicht, daher gibt es viele Unterschiede zwischen den einzelnen Veranstaltungen. Eine Übersicht über kommende Trailrunning-Events gibt es zum Beispiel auf Trailrunning.de

5. Boutique-Studios

In Boutique Studios wird viel Wert auf das Zusammengehörigkeitsgefühl gelegt. - Copyright: Getty Images
In Boutique Studios wird viel Wert auf das Zusammengehörigkeitsgefühl gelegt. - Copyright: Getty Images

Persönliche Ansprechpartner, individuelle Betreuung, kleine Kurse: Der Trend für Fitnessstudios geht dahin, jeden Teilnehmer bei seinen konkreten Trainingszielen zu begleiten und zu unterstützen. Anstatt möglichst viele Mitglieder zu einem kleinen Preis anzulocken – wie bei einem Discount-Studio – liegt der Fokus auf einer besonderen Qualität der Beratung und Ausstattung. Daher sind die Studios meist kleiner und teurer, die Kurse auf eine maximale Anzahl an Teilnehmern angesetzt.

Wie der Name vermuten lässt, sind Boutique Studios vergleichbar mit kleinen Modeboutiquen. Anstatt Mode- werden hier allerdings Fitnesstrends verfolgt. Ein wichtiger Unterschied zu gehobenen Sportstudios liegt nämlich in der Spezialisierung. Ob Indoorcycling, Kickboxing oder Functional Training – jedes Boutique-Studio setzt seine eigenen Schwerpunkte und kann sich so von der Masse der Anbieter abheben. Vom Anbieter gebrandete Kleidung soll bewirken, dass die Mitglieder sich mit dem Studio identifizieren und dies auch privat nach außen tragen.

Darüber hinaus werden ungewöhnliche Services angeboten. Dazu zählen beispielsweise ein kostenloser Handtuchservice, ein "Lunch to go" für die Mittagspause nach dem Sport oder eine Sitzung mit einem Motivationstrainer. Der Clou: Oftmals sind die Extraservices nicht im Mitgliedspreis enthalten, sodass die Sporteinheiten sehr kostspielig werden können. Allein eine Trainingseinheit kann zwischen 15 und 50 Euro kosten.

6. Bodyweight Training

Übungen mit dem eigenen Körpergewicht klappen auch mit einem Trainingspartner. - Copyright: Getty Images
Übungen mit dem eigenen Körpergewicht klappen auch mit einem Trainingspartner. - Copyright: Getty Images

Muskeln aufbauen, ohne Gewichte oder anderes Equipment zur Hand zu nehmen – klappt das? Tatsächlich kann das Training mit dem eigenen Körpergewicht – sogenannte Bodyweight-Übungen –besonders effektiv sein. Ihr könnt das Workout in die eigenen vier Wände verlagern, so spart ihr euch den Weg ins Fitnessstudio und möglicherweise sogar den Mitgliedsbeitrag.

Zudem ist das Verletzungsrisiko geringer als beim Training mit Geräten oder Hanteln. Vor allem in der Corona-Pandemie hat der Fitnesstrend zunehmend an Beliebtheit gewonnen. Typische Übungen wie Push-ups (Liegestütze), Lunges (Ausfallschritt), Plank (Unterarmstütz) oder Sit-ups kennt fast jeder und sind mit etwas Training leicht umzusetzen. Am besten, ihr steigert euch nach und nach, etwa, indem ihr die Anzahl der Wiederholungen (zum Beispiel von 15 auf 20 Squats) und Sätze (zum Beispiel von drei auf vier Lunges) wiederholt und das Tempo der Ausführung variiert. So könnt ihr die Trainingsreize steigern und somit das Muskelwachstum unterstützen.

Noch mehr Spaß und Abwechslung ins Training bringt ein Trainingspartner, mit dem ihr bestimmte Übungen zusammen ausführen könnt. Ein Beispiel: Geht beide, parallel zueinander, in den Unterarmstütz und dreht euch anschließend mit dem Oberkörper zueinander. Am Schluss gebt ihr euch ein High Five, bevor ihr den Ablauf wiederholt.

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