Pirelli erhöht Reifendruck für Formel 1 in der Türkei

Stefan Ehlen
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Es steht dem Formel-1-Reifenlieferanten frei, nach dem ersten Trainingstag neue Vorgaben für die Reifendrücke zu machen. Genau davon hat Pirelli beim Türkei-Grand-Prix in Istanbul (alle Formel-1-Rennen 2020 im kostenlosen Liveticker verfolgen!) auch Gebrauch gemacht: Für alle Reifensorten, also auch Intermediates und Regenreifen, wurde der minimale Druck um je 0,07 bar angehoben.

Das bedeutet für Pirelli-Trockenreifen in Istanbul: Sie sind an der Vorderachse mit mindestens 1,65 bar zu befüllen und an der Hinterachse mit 1,45 bar.

Den Ausschlag für die Veränderungen hatten die Trainings am Freitag gegeben, wie ein Pirelli-Sprecher auf Nachfrage erklärt: "Gestern hatten wir recht hohe Kräfte festgestellt, auch wenn der Grip gering ausgefallen ist. Sollte sich der Grip verbessern, steigen auch die Kräfte." Dafür will man gewappnet sein.

Generell hätten die Formel-1-Fahrer am Freitag mit den Streckenbedingungen zu kämpfen gehabt, sagt Pirelli-Sportchef Mario Isola. Die geringen Temperaturen und der neue Asphalt hätten das Fahren erschwert.

"Damit ist es schwieriger, die Reifen in ihr Temperaturfenster zu bekommen, weil du sie nicht genug fordern kannst. So kriegst du dann auch keinen Grip", meint Isola. "Und wenn du nur herumrutscht, dann fällt das Aufwärmen der Reifen noch schwerer."

Im Gegensatz zu anderen Strecken seien in Istanbul nicht die Vorderreifen der limitierende Faktor. "Die Fahrzeuge scheinen hier über alle vier Räder zu rutschen", sagt Isola. "Damit hast du natürlich keinen Grip."

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.