"Wir mussten leiden": VfB meldet sich zurück

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"Wir mussten leiden": VfB meldet sich zurück
"Wir mussten leiden": VfB meldet sich zurück

Der VfB Stuttgart bejubelt einen wichtigen Befreiungsschlag in der Bundesliga! Bei einem beherzten Auftritt am Freitagabend setzten sich die Schwaben mit 2:1 (1:1) gegen den FSV Mainz durch und beendeten damit die Pleiten-Serie der vergangenen Wochen.

Für die Führung sorgte der Innenverteidiger Hiroki Ito mit einem traumhaften Schlenzer ins lange Eck. Der Japaner überwand den machtlosen Mainzer Torhüter Robin Zentner in der 21. Spielminute und ließ sich anschließen für sein erstes Tor in der Bundesliga feiern. (DATEN: Die Tabelle der Bundesliga)

Noch vor der Pause schlugen die Gäste jedoch zurück. Alexander Hack stieg nach einer Ecke am höchsten und nickte weitgehend unbedrängt ein (40.). Bourna Sousa brachte Stuttgart wenig später aber erneut in Front (51.).

„Freude und Erleichterung“ überwiege nach dem Sieg, erklärte VfB-Torhüter Florian Müller. Bei DAZN sprach er von einem „ordentlichen, aber nicht guten Spiel“. Sein Trainer Pellegrino Matarazzo urteilte: „Zum Schluss mussten wir ein bisschen leiden, aber es war nicht unverdient.“ Man habe viel einstecken müssen in den letzten Wochen und sich nun endlich für die harte Arbeit belohnt.

Nach zuletzt vier Niederlagen in Folge machte der VfB vor heimischem Publikum von Beginn an einen stabilen und spielfreudigen Eindruck. Schon wenige Minuten nach Anpfiff lag die Führung in der Luft, der zuletzt angeschlagene Omar Marmoush scheiterte jedoch mit seinem Abschluss im Strafraum am stark parierenden Zentner.

Schiri nimmt Elfmeter-Pfiff zurück

Der Schlussmann der Mainzer, die zuletzt fünf Spiele in Folge ungeschlagen blieben, stand dann auch in der 26. Spielminute wieder im Mittelpunkt. Nach einer Hereingabe prallte Zentner mit VfB-Verteidiger Konstantinos Mavropanos aneinander. Schiedsrichter Matthias Jöllenbeck entschied nach dem heftigen Zusammenprall zunächst auf Elfmeter. (DATEN: Ergebnisse und Spielplan der Bundesliga)

Der Video-Assistent aus Köln empfahl jedoch eine Überprüfung der TV-Bilder - und Jöllenbeck nahm die Entscheidung wieder zurück. Zentner hatte erst den Ball weggefaustet, bevor es zum Kontakt mit dem Gegenspieler kam. Mavropanos musste kurz behandelt werden, konnte aber weiterspielen.

Auch in der Folge hatte Stuttgart mehr vom Spiel, der FSV blieb aber stets gefährlich - Stürmer Karim Onisiwo kam mehrfach zum Abschluss.

„Wir haben die ersten 20, 25 Minuten verschlafen, dann wurde es besser“, sagte Mainz-Sportdirektor Martin Schmidt bei DAZN nach dem Spiel. Man sei zu selten in die gefährlichen Zonen gekommen, obwohl man „einen guten Ball“ gespielt habe.

Zum Ausgleich führte dann ein Standard: Innenverteidiger Hack hatte nach einer scharf getretenen Ecke vergleichsweise leichtes Spiel und köpfte zum 1:1 ein. Es war der fünfte Gegentreffer nach einem Standard für den VfB in der laufenden Saison.

Sosa nagelt den Ball unter die Latte

In Durchgang zwei erwischte erneut Stuttgart den besseren Start. Die neuerliche Führung war die Folge, diesmal schlug mit Sosa der nächste Tor-Debütant zu. Auch der kroatische Nationalspieler hatte zuvor noch nie in der Bundesliga getroffen. (NEWS: Alle aktuellen Infos zur Bundesliga)

Seine Premiere war durchaus sehenswert, aus vollem Lauf nagelte er den Ball in der 51. Spielminute aus spitzem Winkel unter die Latte. „Dieser Glücksschuss hat ihnen wahrscheinlich heute den Sieg gebracht“, haderte Schmidt.

Vor allem die Entstehung des Gegentreffers störte Mainz-Trainer Bo Svensson. Sein Team war in Ballbesitz, verlor die Kugel nach einem Ballbesitz aber und war plötzlich offen auf der Sosa-Seite. „Das war die Schlüsselszene“, sagte der Coach, „das darf uns nicht passieren“, pflichtete Onisiwo bei. Keeper Zentner wurde ebenfalls deutlich: „Wir haben ein sehr dummes, sehr unnötiges 2:1 bekommen.“

Nach der nicht unverdienten Führung zog sich Stuttgart zunächst etwas weiter zurück, Mainz bekam mehr Spielanteile. Jean-Paul Boëtius verfehlte das VfB-Tor mit einem Distanzschuss nur knapp, Keeper Fabian Müller wäre machtlos gewesen. Nach dem 2:1 „waren wir ein bisschen raus aus dem Spiel, das darf uns eigentlich nicht passieren“, kritisierte der Torhüter.

Sein Trainer pflichtete ihm bei: „Wir haben zu wenig Druck auf den Ballführenden gemacht. Mainz hat es aber auch gut gemacht, sie haben uns immer wieder hinten reingedrückt“, sagte Pellegrino. Insgesamt sei es es aber eine „ganz ordentliche Defensivleistung“ gewesen.

Fans bejubeln Silas-Comeback

Rund um die 70. Minute investierten die Stuttgarter dann wieder mehr ins Spiel und verschoben das Spielgeschehen wieder mehr in die Hälfte des Gegners. In einem insgesamt durchaus sehenswerten, weil spannenden Duell behielten sie letztlich verdient die Oberhand.

Für ein Highlight kurz vor Schluss sorgte Trainer Pellegrino Matarazzo, als er Publikumsliebling Silas Katompa Mvumpa einwechselte. Dieser meldete sich unter dem Jubel der Fans nach achtmonatiger Verletzungspause zurück.

„Mannschaft, Fans, Stadion haben alle gemerkt, wie sehr wir ihn vermisst haben“, sagte Matarazzo. Sosa sprach von einem „emotionalen Moment“.

In der Tabelle rückt Stuttgart zumindest bis Samstag auf den 13. Tabellenplatz vor, Mainz ist Neunter.

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