Schmid mit 16 Toren - aber Hannover stoppt Löwen im Pokal-Krimi

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Sport1

Spielmacher Morten Olsen hat der TSV Hannover-Burgdorf mit der Schlusssirene das letzte Ticket für das Final-Four-Turnier um den deutschen Handball-Pokal gesichert.


Das Team von Trainer Antonio Carlos Ortega, das im Achtelfinale bereits Meister SG Flensburg-Handewitt überraschend ausgeschaltet hatte, gewann bei den Rhein-Neckar Löwen in einem hochklassigen und spannenden Spiel mit 31:30 (17:14).

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"Es ist ein super Gefühl, dass wir das geschafft haben. Wir haben überragend gespielt und gefightet bis zum Ende. Es war nach einem Monat, in dem wir nicht gut gespielt haben, gut, dass wir heute wieder so ein Spiel gemacht haben", so Olsen, der im Sommer zu seinem ersten Verein GOG Gudme nach Dänemark zurückkehrt. 

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Über seinen Siegtreffer sagte der Matchwinner: "Es ist immer besser keinen Druck zu haben. Es steht 30:30 und du weißt, es gibt nur einen Angriff. Ich habe die ganze zweite Halbzeit gewartet, dass ich Platz habe zum Schlagwurf, den hatte ich dann ganz am Ende."

Recken sichern Final-Four-Ticket

Die Recken erreichten zum dritten Mal in Folge das Pokal-Finalturnier. Alles überragender Akteur war jedoch Löwen-Spielmacher Andy Schmid mit 16 Treffern, der in der zweiten Halbzeit im Alleingang für die ersten acht Tore der Mannheimer sorgte.

"Wir hatten eine Phase, in der wir vorne ein Paar schlechte Abschlüsse hatten, wo wir Andy viele Räume lassen, die er dann brutal bestraft", musste auch Hannovers Fabian Böhm die Leistung des Schweizers anerkennen.

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Auch Uwe Gensheimer hatte nur anerkennende Worte für Schmids Auftritt übrig und zollte ebenfalls den Recken Respekt: "In der zweiten Halbzeit haben wir es dann besser gemacht, zumindest Andy. Er hat das Spiel an sich gerissen und wirklich alles gemacht. Es tut weh, dass wir Anfang Dezember ein Saisonziel verpasst haben, aber auch viel Respekt an Hannover, die es dann mit viel Cleverness und Coolness runtergespielt haben."

Schmid übt Kritik an Einstellung

Schmid zeigte sich derweil kritisch: "Die Ursache liegt in der ersten Halbzeit, in der wir viel verschenkt haben. Wir waren zu wenig geil drauf, nach Hamburg zu fahren." Und weiter: "Wir sind keine Juniorentruppe. Wir haben schon Pokale und Meisterschaften gewonnen. Ich finde wir gehen mit der falschen Attitüde ins Spiel, das kostet uns heute, gerade in der ersten Halbzeit, das Ergebnis."


Am Dienstag hatten sich bereits Titelverteidiger THW Kiel (35:34 beim TVB Stuttgart), die MT Melsungen (33:30 gegen die Füchse Berlin) und der TBV Lemgo Lippe (26:23 bei den Eulen Ludwigshafen) für das Finalwochenende (4. und 5. April) in Hamburg qualifiziert.

Die Auslosung findet am 9. Dezember um 11.30 Uhr statt.

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