Politik beschließt schrittweise Lockerungen im Breitensport

SID
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Politik beschließt schrittweise Lockerungen im Breitensport
Politik beschließt schrittweise Lockerungen im Breitensport

Die am Mittwoch getroffenen Beschlüsse von Bund und Ländern eröffnen dem Breitensport in der Coronakrise nach monatelangem Stillstand zumindest zarte Perspektiven. Bei einer stabilen Sieben-Tage-Inzidenz von unter 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnerinnen und Einwohnern können laut dem Beschlusspapier ab dem 8. März in Ländern oder Regionen wieder bis zu zehn Personen in kleinen Gruppen unter freiem Himmel Sport treiben.

Bei einer stabilen Inzidenz von unter 50 könnten nach 14 Tagen in einem weiteren Schritt auch wieder Kontaktsport im Freien sowie kontaktloser Sport im Innenbereich ermöglicht werden. Weitere zwei Wochen später soll bei stabilen oder sinkenden Werten auch Kontaktsport in der Halle wieder gestattet sein.

Bei einer Inzidenz zwischen 50 und 100 kann zumindest "Individualsport alleine oder zu zweit und Sport in Gruppen von bis zu 20 Kindern bis 14 Jahren im Außenbereich" ermöglicht werden.

Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) hatte am Dienstag in einem Offenen Brief an Bundeskanzlerin Angela Merkel und die Ministerpräsidenten "eine Perspektive" für den "vereinsbasierten Sport" gefordert. Dafür sei es "nun höchste Zeit" nach monatelangem Lockdown. "Der organisierte Sport hat die klare Erwartungshaltung, dass Sie diesen Plan nun auch zeitnah ins Werk setzen und damit die Potenziale des Sports bei der Überwindung der Pandemie freisetzen", hieß es in dem Schreiben.

Vereine und Landessportbünde berichteten über deutliche Mitgliederverluste, die Zahl der ehrenamtlich Engagierten nehme ab, "und nicht zuletzt muss unsere Gesellschaft auf die positiven gesundheitlichen Effekte von Sport unter Anleitung und in der Gruppe verzichten." Dabei habe gerade der Breitensport "mit hoher Solidarität die verschiedenen Maßnahmen und Einschränkungen in der gesamten Pandemie-Phase vollumfänglich mitgetragen."

Lockerungen für den Spitzensport, wie etwa die Zulassung von Zuschauern in der Fußball-Bundesliga, wurden in dem Beschluss nicht getroffen.