Polizei-Gewerkschafts-Chef Wendt kritisiert Watzke

SID
Polizei-Gewerkschafts-Chef Wendt kritisiert Watzke

Rainer Wendt, Bundesvorsitzender der Deutschen Polizeigewerkschaft, sieht BVB-Boss Hans-Joachim Watzke mit in der Verantwortung für die Eskalation der Gewalt beim Bundesligaspiel zwischen Borussia Dortmund und RB Leipzig am vergangenen Samstag. "Solche verbalen Kraftmeiereien und Vorwürfe im Vorfeld tragen natürlich nicht dazu bei, dass eine Stimmung gedämpft wird", sagte Wendt Sport1, "es liegt in der Verantwortung aller Verantwortlichen, Stimmungen nicht hochkochen zu lassen, sondern Stimmungen möglichst zu dämpfen. Und dazu haben insbesondere die Ausführungen von Herrn Watzke nicht gerade beigetragen."
Dortmunder Hooligans hatten die Leipziger Fans, darunter Frauen und Kinder, mit Steinen und Flaschen beworfen. Es gab zehn Verletzte. Außerdem wurden im Stadion zahlreiche Schmähplakate im Signal Iduna Park in der gelben Wand - wo die eingefleischten BVB-Fans stehen - aufgehängt.
"Man wird sich natürlich die Frage stellen müssen, wie es möglich ist, dass solche Hass-Transparente ins Stadion kommen", äußerte Wendt, "da wird sich sicherlich auch die Einlasskontrolle die eine oder andere Frage gefallen lassen müssen. Das muss besser kontrolliert werden. Denn solche Parolen über 90 Minuten lang zu sehen, das ist schon sehr schwer verdauliche Kost."
Kritik am Sicherheitskonzept der Dortmunder Polizei gab es vonseiten Wendts nicht: "Die Einsatzkräfte haben im Rahmen ihrer Möglichkeiten alles getan, was zu tun ist. Man kann nicht immer mit allen Unwägbarkeiten rechnen. Die Polizei hat auch und gerade in Dortmund große Erfahrung mit Hochrisikospielen. Aber mit diesem Exzess war nicht zu rechnen." 



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