Polizei warnt alle PayPal-Nutzer

Sandra Alter
·Freiberufliche Journalistin
·Lesedauer: 2 Min.

Mit einer fiesen Masche versuchen Betrüger PayPal-Nutzer um ihr Geld zu bringen. Die Polizei ruft eindringlich zur Vorsicht auf.

Bucharest, Romania - June 23, 2012: Android smartphone with the PayPal logo displayed on the screen using a picture viewing software. PayPal is the most popular online payment service, allowing payments and money transfers to be made through the Interne.
(Bild: Getty)

Wenn es um Betrug bei Zahlungssystemen und auf Internetportalen geht, finden Kriminelle immer neue Wege, um an das Geld ihrer Opfer zu kommen. Meist geht es dabei so trickreich zur Sache, dass die Maschen nur sehr schwer durchschaubar sind.

Aktuell warnt die Polizei vor einer Methode, bei der Cyberkriminelle mit gefälschten PayPal-Daten arbeiten. Dabei gehen die Betrüger offensichtlich im großen Stil vor. Denn die Masche ist nicht ganz neu, aber die Fälle häufen sich zusehends. Deshalb warnt das Landeskriminalamt Niedersachsen erneut eindringlich vor dem Trick und erklärt, wie die Täter vorgehen.

Betrüger melden sich auf Anzeigenangebote

Betroffen sind alle, die im Internet etwas über Kleinanzeigenportale zum Verkauf anbieten. Dabei spielt es eigentlich keine Rolle, um was es sich dabei handelt. Es könne etwa eine Gitarre, eine Couch, eine Uhr oder ein Auto sein, so die Polizei.

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Die Betrüger melden sich meist schnell und freundlich per Mail auf ein Verkaufsangebot, bekunden ihr Interesse und stellen einige Fragen zur Ware. Dabei sei die erste Mail sehr allgemein gehalten und es werde nicht konkret auf das Produkt eingegangen – vermutlich weil es sich um ein Anschreiben mit Textbaustein handelt, das an sehr viele Verkäufer verschickt werden kann.

Täter verschicken gefälschte Zahlungsbestätigungen

Sobald der Verkäufer sich auf das erste Anschreiben meldet, folgt eine zweite Mail, in der die Betrüger bestätigen, die Ware kaufen zu wollen. Der Verkäufer wird gebeten, seine PayPal-Daten zu übermitteln, damit die Ware bezahlt werden kann. Ein Transportunternehmen werde sich nach der Bezahlung um die Abholung kümmern.

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Nachdem der Verkäufer seine PayPal-Daten versendet hat, folgt eine dritte Mail. In der wird mitgeteilt, dass der Verkäufer eine Zahlung an das Transportunternehmen leisten müsse, weil der Spediteur oder die Reederei ihre Zahlungsrichtlinien geändert habe.

Die gefälschte E-Mail in PayPal-Optik. (Bild Landeskriminalamt Niedersachsen)
Die gefälschte E-Mail in PayPal-Optik. (Bild Landeskriminalamt Niedersachsen)

Betroffene sollen bei der Polizei Anzeige erstatten

Deshalb habe man entsprechend mehr Geld über PayPal überwiesen. Der Verkäufer erhält dann eine gefälschte PayPal-Zahlungsbestätigung. Die enthält neben dem bestätigten Betrag auch Zahlungsinformationen für das Transportunternehmen. Wer dann überweist, ist sein Geld los.

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“Leider sind die Chancen, das Geld wiederzubekommen, gering. Ist das Geld einmal überwiesen, so werden die Täter dieses relativ zügig auch weiterverwenden. Den Auftrag in heutigen Zeiten zu stornieren, ist sehr schwer. Dennoch sollte versucht werden, die eigene Bank so schnell wie möglich zu kontaktieren”, so die Polizei. Außerdem wird Betroffenen geraten in jedem Falle bei der örtlichen Polizei Anzeige zu erstatten.

Weitere Informationen zum Thema sowie Textbeispiele für gefälschte E-Mails finden Sie hier beim Landeskriminalamt Niedersachsen.

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