Polizei warnt vor Fanauflauf bei Geisterspielen

Sportinformationsdienst
Sport1

Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) hat wegen der geplanten Durchführung von Geisterspielen in der Fußball-Bundesliga Bedenken.

"Die Stadien werden zu einem potenziellen Ziel von Fans, die ihr Team unterstützen wollen. Das wäre verheerend", sagte der stellvertretende Bundesvorsitzende Jörg Radek der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung. Es dürfe wegen der Corona-Pandemie "nicht zu großen Menschenansammlungen vor den Stadiontoren kommen. Das ist nicht nur verboten, es wäre unverantwortlich."


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Die Deutsche Fußball Liga (DFL) hatte am Donnerstag ihr Konzept für eine mögliche Wiederaufnahme des Spielbetriebs in der Bundesliga und 2. Bundesliga vorgestellt. Dieses sieht Geisterspiele vor - schon am 9. Mai könnte es weitergehen.


Radek sagte, die GdP sei "nicht grundsätzlich gegen Fußballspiele. Ich kann auch verstehen, dass bei vielen ein Bedürfnis besteht, Fußballspiele nicht mehr nur aus der Konserve zu sehen. Aber wir dürfen nicht vergessen, in welcher besonderen Situation wir uns alle befinden – dazu zählt auch die Polizei."

Geisterspiele seien "eine Gefahr, auch wenn der Veranstalter im Stadion alles tut, damit Hygienevorschriften eingehalten werden, um das Infektionsrisiko so niedrig wie möglich zu halten", so Radek: "Es ist das gute Recht der DFL, einen Plan für den Neustart auszuarbeiten, aber er scheint mir nicht alle Aspekte zu berücksichtigen." Deshalb habe er mit Blick auf etwaige Geisterspiele einen Wunsch: "Mein Appell an die Fans lautet: Bleibt zu Hause!"

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