Porno-Radler verlieren Lizenz: "Radsport ist für jedermann!"

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Die britische Radsport-Organisation BC hat dem Amateur-Team PPCC seine Lizenz entzogen. Das sorgt für Ärger im Team. Hintergrund ist, dass das Team sich ausschließlich aus Porno-Akteuren zusammensetzt. 

Die Porno-Radler aus Großbritannien wurden vom Verband verboten. (Bild: Twitter @pornpedallers)
Die Porno-Radler aus Großbritannien wurden vom Verband verboten. (Bild: Twitter @pornpedallers)

“Der Radsport ist für jedermann”, schrieben die “Porn Pedallers” in Reaktion auf das Verbot durch die britische BC bei Twitter. Der Verband hatte entschieden, dem Team seine Lizenz zu entziehen, nachdem bekannt wurde, womit die ambitionierten Hobby-Radler ihr Geld verdienen.

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PPCC steht für “Porn Pedallers Cycling Club” und ist ein Zusammenschluss von diversen Erotik-Darstellern, Regisseuren und Produzenten, die laut eigenen Angaben “aus Spaß an der Sache” an Rennen teilnehmen und dabei seit 2016 Geld für einen guten Zweck sammeln.



PPCC-Team erhielt großen Zuspruch im Radsport

Während sich die BC auf eine interne Regelung bezog, die Werbung für pornographische Inhalte verbietet, um dem Image des Radsports nicht zu schaden, hat das PPCC-Team dafür kein Verständnis. Nie hätten sie den Ruf des Sports negativ beeinflusst.

Vielmehr erhielt das Team sogar große positive Rückmeldung. Radsport-Stars wie Chris Hoy (ehemaliger schottischer Bahnradsportler) oder Luke Rowe (walisischer Bahn- und Straßenradrennfahrer) ließen sich mit Radlern des PPCC fotografieren.


Porno-Radler erhalten Unterstützung bei Social Media

Nun muss geklärt werden, ob das Team weiterbestehen kann, sollte der Zusatz der “Porn Pedallers” aus dem Teamnamen entfernt werden. Darüber hinaus müsste die Werbung auf dem Trikot des Teams angepasst werden: Bislang wird dort für den Erotik-Anbieter TelevisionX geworben.

Großen Zuspruch erhielten die Hobby-Radler in den Sozialen Medien. “Der Radsport gehört uns allen”, schrieb ein Nutzer in Reaktion auf die Beschwerde des Teams. Viele Fans sprachen ihre Unterstützung aus. Das letzte Wort dürfte noch nicht gesprochen sein.

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