Positive Doping-Probe: So kämpft Andrea Iannone um seine MotoGP-Zukunft

Juliane Ziegengeist

Nachdem MotoGP-Pilot Andrea Iannone wegen einer positiven Doping-Probe vom Motorrad-Weltverband FIM in dieser Woche vorerst gesperrt wurde, hat der Italiener offenbar eine Analyse der B-Probe angefordert. So berichtet es 'La Gazzetta dello Sport'. Als wahrscheinliches Datum für das Ergebnis wird der 7. Januar 2020 genannt.

Am vergangenen Dienstag hatte die FIM in einem offiziellen Statement die vorläufige Suspendierung von Iannone bekanntgegeben. Der Aprilia-Pilot war bei einem Anti-Doping-Test am 3. November am Rande des Rennwochenendes in Malaysia durchgefallen. In der Verlautbarung hieß es, dass Iannone das Recht habe, die Analyse einer B-Probe zu verlangen.

Von diesem Recht macht der 30-Jährige nun wohl Gebrauch. Er selbst hatte sich nach den Vorwürfen auf Instagram "überrascht" gezeigt und betont, dass er sich fortlaufend Tests unterzogen habe und nie etwas festgestellt worden sei. "Deshalb habe ich volles Vertrauen, dass es auch dieses Mal einen guten Ausgang nehmen wird."

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In dem Bericht der 'Gazzetta' wird auch konkretisiert, um welche verbotene Substanz es sich bei der positiven Doping-Probe gehandelt haben soll. Laut der italienischen Zeitung war es Drostanolon, eine Art Bodybuilding-Droge, die für die MotoGP als eher kontraproduktiv eingestuft wird, weil die Fahrer bestrebt sind, ihr Gewicht zu begrenzen.

Auf der Suche nach Gründen für den positiven Befund wurden indes Spekulationen über eine mögliche Lebensmittelkontamination laut. Auch eine Verbindung zu Medikamenten, die Iannone wegen einer verschleppten Schulterverletzung einnahm, wird nicht ausgeschlossen. Der Italiener soll sich in dieser Woche bereits mit seinem Anwalt getroffen haben.

Ob er am ersten MotoGP-Test des Jahres 2020 im Februar in Sepang teilnehmen kann, wird davon abhängen, ob die Analyse der B-Probe negativ ausfällt.

Mit Bildmaterial von GP-Fever.de.

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