Präsident des Trainerverbandes rechnet mit harter Strafe für Abraham: "Da wird sicher ein Signal gesetzt"

Der Präsident des Bundes Deutscher Fußball-Lehrer rechnet mit einer harten Strafe für David Abraham nach dessen Bodycheck gegen Christian Streich.
Der Präsident des Bundes Deutscher Fußball-Lehrer rechnet mit einer harten Strafe für David Abraham nach dessen Bodycheck gegen Christian Streich.

Lutz Hangartner, Präsident des Bundes Deutscher Fußball-Lehrer (BDFL), rechnet nach dem Bodycheck von Frankfurts David Abraham gegen Freiburg-Trainer Christian Streich mit einer harten Strafe für den Eintracht-Kapitän. Das erklärte der 76-Jährige im Gespräch mit Goal und SPOX.

"Es war absoluter Unsinn, was Abraham da gemacht hat", sagte Hangartner, der in der Saison 1981/82 selbst Cheftrainer im Breisgau war und seit 2012 dem BDFL vorsteht. "Er hat 'Schaum vor dem Mund gehabt' und den klaren Blick verloren."

Hangartner über Abraham-Strafe: "Da wird sicher ein Signal gesetzt"

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Abraham hatte Streich an der Seitenlinie mit einem harten Rempler zu Fall gebracht und dafür die Rote Karte gesehen. "Die Eintracht stand unter massivem Zeitdruck. Unter anderen Bedingungen hätte Streich den Ball vielleicht angehalten", erklärte Hangartner.

Wie lange Abraham gesperrt wird, müssen die Kammern des DFB verhandeln. "Da wird sicher ein Signal gesetzt, nach dem Motto 'Wehret den Anfängen'", betonte Hangartner. "Der DFB wird eine harte Strafe aussprechen. Rein vom Optischen her hatte die Aktion eine neue Signalwirkung. Wenn die Öffentlichkeit nicht sieht, dass bei derartigen Entgleisungen mit drastischen Strafen dagegengehalten wird, wirkt es, als könne man das ja mal machen."

Eine Tendenz will Hangartner an dem Vorfall allerdings nicht festmachen: "Das war ein einmaliger Vorfall, etwas ähnliches ist in der Vergangenheit ja noch nie passiert." Deshalb halte er es auch nicht für nötig, über Schutzmaßnahmen für Trainer nachzudenken: "Ich glaube nicht, dass es so etwas in den nächsten Jahren noch einmal geben wird."  

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