Kopfball-Verbot? Premier League mit Richtlinien

SID
·Lesedauer: 1 Min.
Kopfball-Verbot? Premier League mit Richtlinien
Kopfball-Verbot? Premier League mit Richtlinien

Die Premier League hat mit Blick auf wachsende Gesundheitsbedenken angekündigt, ab der nächsten Saison Kopfball-Richtlinien für das Training im Profifußball einführen zu wollen. Diese werden auf zwei neuen Studien zu dem vieldiskutierten Thema basieren.

Die Richtlinien werden von einer Reihe von Organisationen, darunter die Premier League und der Fußballverband FA, in Absprache mit Vereinen, Spielern, Trainern und Medizinern vereinbart. Spieler der Nachwuchs- und Frauenteams des FC Liverpool sowie der U18- und Frauenmannschaften von Manchester City werden an den Studien teilnehmen.

DAZN gratis testen und internationale Fußball-Highlights live & auf Abruf erleben | ANZEIGE

Bei den Untersuchungen soll unter anderem mithilfe eines mit Sensoren ausgestatteten Mundschutzes ermittelt werden, welche Kräfte wirken. Seit langem fordern Experten, die Anzahl der Kopfbälle im Training zu reduzieren, um das Risiko langfristiger Hirnverletzungen zu verringern.

Eine in Schottland durchgeführte Studie von 2019 hatte ergeben, dass Profifußballer im Vergleich zur restlichen Bevölkerung ein dreieinhalbfach erhöhtes Risiko haben, an einer neurodegenerativen Erkrankung zu versterben.

Auch etwaige Unterschiede zwischen Männern und Frauen soll die Studie beleuchten. Das zweite Projekt wird die Match-Tracking-Daten aus der vergangenen Saison 2019/20 mit den Ergebnissen der Mundschutzstudie vergleichen.