Premier League: Scout entdeckte Roberto Firmino mit Manager-Game

Mittlerweile zählt Liverpool -Stürmer Roberto Firmino zu den Stars der Premier League. Nach Europa kam der Brasilianer aber dank des Games "Football Manager".

Mittlerweile zählt Liverpool-Stürmer Roberto Firmino zu den Stars der Premier League. Nach Europa kam der Brasilianer aber dank des Games "Football Manager".

Jedes Jahr freuen sich tausende Geeks auf der ganzen Welt über die neue Ausgabe der beliebten Videospielserie "Football Manager" (Herausgeber: Sega). Dass das Spiel auch mal einen Transfer in der echten Fußball-Welt zu verantworten hat, ist aber kaum bekannt.

In einem Radio-Interview verriet der damalige Hoffenheim-Scout Lutz Pfannenstiel einst, dass er mit einem Kollegen 2011 Roberto Firmino via Football Manager entdeckte. Hoffenheim kickte damals noch in der zweiten Liga, Firmino bei Figueirense in seiner Heimat Brasilien.

Scouting via Football Manager

Im Interview sprach Moderator Paul Hawksebee den Deutschen damals darauf an: "Lutz, du hast mir erzählt, ein Kollege und du stolperten via Football Manager über Firmino und habt den Transfer anschließend eingefädelt. Hoffenheim bezahlte dann vier Millionen Euro für ihn."

Pfannenstiel erklärte anschließend, dass er die Befürchtung hatte, die Ablösesumme könnte zu hoch sein. "Das war ungefähr die Summe. Für einen 18-Jährigen aus der zweiten brasilianischen Liga ziemlich viel. Leute verlangen bei solchen Summen gleich einen Stammplatz."

Den sollte Firmino dann auch bekommen. Der Offensivspieler absolvierte für Hoffenheim 153 Partien, sammelte 85 Scorerpunkte und wechselte im Sommer 2015 schließlich für 42 Millionen Euro zum FC Liverpool. Dort sammelte der Edelzangler in der laufenden Saison 18 Scorerpunkte in 29 Ligaspielen.

"Davon können Klubs nur träumen"

Hinter dem Spiel "Football Manager" steckt eine wahrliche Scout-Horde. "Davon können Fußball-Klubs nur träumen", sagt FM-Boss Miles Jacobson. 1.300 Scouts in 51 Ländern sorgen dafür, dass Hobby-Manager rund um den Globus gemütlich von der Couch aus auf die Jagd nach den Lionel Messis und Cristiano Ronaldos von morgen gehen können. "Klubs sehen sich oft nur zehn Matches von einem Spieler an, den sie kaufen möchten. Wir beobachten sie über Jahre", erläutert Jacobson.

Längst wird das Game daher auch von Klubs genutzt, darunter auch die namhaftesten Adressen. Offen zugeben wollen das natürlich die Wenigsten. Jacobson erzählt aber, dass es bereits mit vielen Vereinen Deals gebe, denen man Zugriff auf die enorme Datenbank gewährt. Vor allem Teams aus der MLS seien ganz versessen auf das Knowhow von "Football Manager". Als prominentes Beispiel wird aber auch André Villas-Boas genannt, der einmal zugab, dass er zu seiner Zeit als Chefscout beim FC Chelsea das Spiel als eine seiner Quellen nutzte.

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