Premier League: Toure kritisiert Özil: "War falsch, das zu sagen"

Yaya Toure hat Mesut Özil für seine Aussagen zur Situation der Muslime in China kritisiert. Der 36-Jährige Mittelfeldspieler, der von 2010 bis 2018 für Manchester City in der Premier League gespielt hatte, erklärte, dass sich Fußballer nicht zu politischen Themen äußern sollten.
Yaya Toure hat Mesut Özil für seine Aussagen zur Situation der Muslime in China kritisiert. Der 36-Jährige Mittelfeldspieler, der von 2010 bis 2018 für Manchester City in der Premier League gespielt hatte, erklärte, dass sich Fußballer nicht zu politischen Themen äußern sollten.

Yaya Toure hat Mesut Özil für seine Aussagen zur Situation der Muslime in China kritisiert. Der 36-Jährige Mittelfeldspieler, der von 2010 bis 2018 für Manchester City in der Premier League gespielt hatte, erklärte, dass sich Fußballer nicht zu politischen Themen äußern sollten.

Özil hatte in den sozialen Medien auf die Situation der muslimischen Uiguren in China aufmerksam gemacht und die muslimische Weltgemeinde zum Handeln aufgerufen. Chinas Außenministerium hatte daraufhin von "Fake News" gesprochen. Der Volksrepublik wird vorgeworfen, die Uiguren in Umerziehungslager zu stecken und zu misshandeln.

"Fußballer sollten beim Fußball bleiben und Politiker bei der Politik", erklärte Toure der Associated Press. "Man kann sich nicht in diese Dinge einmischen, das bringt nur jede Menge Probleme." Er sei selbst ebenfalls Moslem, sagte Toure, der aus der Elfenbeinküste stammt, deshalb sei es für ihn "kompliziert, und es ist seine Entscheidung. Er hat seine Meinung gesagt, aber ich finde es war falsch, das zu sagen."

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Toure, der unter anderem beim FC Barcelona, der AS Monaco und Olympiakos Piräus gespielt hatte, stand zuletzt für fünf Monate beim chinesischen Zweitligisten Qingdao Huanghai unter Vertrag, meldet ESPN.

US-Außenminister unterstützt Özil

Prominente Unterstützung hatte es für Özil zuletzt aus den USA gegeben. Außenminister Mike Pompeo schrieb auf Twitter, dass sich die Wahrheit durchsetzen werde, selbst wenn die chinesischen "Propaganda-Medien" den FC Arsenal über die komplette Saison zensieren sollten. China hatte als Reaktion auf Özils Aussagen die Übertragung von Arsenal gegen Manchester City aus dem Programm genommen.

Die Gunners selbst hatten sich von Özils Aussagen distanziert. Es handle sich um Özils persönliche Meinung, der Klub sei apolitisch, schrieb man unter anderem auf dem chinesischen Kurznachrichtendienst Weibo.

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