Price, Taylor und MvG: Die größten Skandal-Duelle im Darts

SPORT1
Sport1

Der Zoff zwischen Gerwyn Price und Peter Wright beschäftigt die Darts-Welt. Beim WM-Halbfinale provozierten sich die beiden Kontrahenten gegenseitig, hinterher legte Price noch per Twitter-Statement nach. Inzwischen entschuldigte sich der Waliser aber recht kleinlaut.

Es ist nicht der erste Streit auf der Bühne zwischen zwei Darts-Profis - und nicht der erste Ärger, an dem Bad Boy Price beteiligt war.


Scrollen, um mit dem Inhalt fortzufahren
Anzeige

SPORT1 zeigt die größten Darts-Skandale der vergangenen Jahre:

Phil Taylor vs. Raymond van Barneveld, WM 2013

Im WM-Halbfinale spielen die beiden Darts-Legenden ein herausragendes Match, das Taylor mit 6:4 gewinnt. Hinterher schüttelt Barney Taylor die Hand und zieht ihn dabei an sich heran - um ihn zu umarmen, wie er später erklärt.

Das Finale der Darts-WM 2020 am Mittwoch ab 18.30 Uhr LIVE auf SPORT1 im Free-TV und Livestream

Der angespannte Taylor missversteht die Geste, reißt sich los, stößt van Barneveld weg und beschimpft ihn. Die beiden Superstars haben eine fast 30 Jahre währende Geschichte, dabei ging es aber meist sportlich fair zu.


Nach dem Streit bei der WM entschuldigt sich Taylor, es kommt zur Versöhnung.

Gary Anderson vs. Wesley Harms, Grand Slam of Darts 2018

Zu einem kuriosen Zoff kommt es beim Achtelfinale des Grand Slam of Darts. BDO-Profi Wesley Harms beschwert sich mit einigen Tagen Abstand, dass sich Anderson auf unappetitliche Weise einen Vorteil verschafft habe - er habe ihn mit einem Furz aus der Konzentration gebracht.

Anderson, der das Spiel mit 10:2 gewinnt, schießt zurück und beschuldigt seinerseits Harms des "Dampfablassens".


"Jedes Mal, wenn ich an ihm vorbeigegangen bin, habe ich auch einen Duft von verfaulten Eiern gerochen. Daher dachte ich, dass er es war. Es war ein richtig übler Gestank. Aber danach spielte er besser und ich dachte, er musste wohl einige Winde loslassen."

Wer am Ende tatsächlich der Schuldige war, wird sich wohl nie nachweisen lassen.

Gary Anderson vs. Gerwyn Price, Grand Slam of Darts 2018

Der Furz-Eklat geht wenige Tage später unter, weil Anderson erneut in einen Zoff verwickelt ist. Im Finale des Grand Slam unterliegt er trotz 11:8-Führung mit 13:16, weil ihn Price komplett aus dem Konzept bringt.


Der Waliser jubelt mehrmals demonstrativ vor dem Schotten, rempelt seinen Gegner an und provoziert ihn sichtlich. Die Fans reagieren mit wüsten Pfiffen und Buhrufen, die Price jedoch nicht von seinem Titelgewinn abhalten.

Am Ende verweigert Anderson dem "Iceman" den Handschlag - und dieser hatte seinen Ruf als Bad Boy zementiert. Von der PDC setzt es für sein Verhalten 20.000 Pfund Strafe.

James Wade vs. Seigo Asada, WM 2019

In der Zweitrundenpartie zwischen "The Machine" und dem Japaner (3:2) verhält sich Wade ausgesprochen aggressiv und brüllt übertrieben in die Richtung Asadas.

Hinterher irritiert er mit der Aussage "Ich wollte ihm wehtun. Ich wollte ihm wirklich im Gesicht wehtun. Das war für meinen Sohn und auch für das Vereinigte Königreich."

SPORT1 STARTER PAKET – Dartscheibe, Pfeile & Zubehör. Jetzt günstig im Set erhältlich – HIER SICHERN | ANZEIGE

Danach entschuldigt sich der Engländer ausführlich über Twitter und begründet sein Verhalten mit Hypomanie, die sich in Phasen gehobener Grundstimmung und höheren Antriebs, aber auch durch depressive Phasen zeigt.

James Wade vs. Gerwyn Price, Premier League 2019

In der entscheidenden Phase der Premier League fügt Wade Price eine äußerst bittere 4:8-Niederlage zu, die ihn im Kampf ums Halbfinale ins Hintertreffen bringt.

Price wirkt sichtlich verärgert und verlässt die Bühne, ohne Wade die Hand zu geben.


Der Engländer zeigt sich überrascht und ist sich keiner Schuld bewusst. Price selbst begründet seine Aktion nicht, sondern schreibt in einem Tweet, dass er "genug von allem habe". Seine Frau fordert in einem weiteren Tweet mehr Respekt für ihren Ehemann ein.

Michael van Gerwen - Jelle Klaasen, WM 2020

Schon am 1. Tag der Darts-WM kommt es in der zweiten Runde zu einem Hassduell. MvG missachtet seinen niederländischen Landsmann seit vielen Jahren, weil dieser einst der geistig behinderten Schwester von van Gerwens jetziger Frau Nacktbilder von sich schickte und auch selbst derartige Fotos forderte.


Im Match würdigt der Weltmeister seinen Gegner keines Blickes, verzichtet nach dem 3:1-Sieg auf einen Handshake und erklärt in der Pressekonferenz: "Ich hasse ihn, deswegen will ich nicht gegen ihn verlieren."

Justin Pipe vs. Bernie Smith, WM 2018

Im Erstrundenmatch gegen den Qualifikanten Smith steht es 2:2, der Neuseeländer hat Matchdart auf die Doppel-10. Plötzlich rückt Pipe ganz nah an seinen Gegner heran und beginnt in seinem Rücken heftig zu husten. Der Außenseiter verfehlt das Doppelfeld knapp, Pipe setzt sich letztlich durch.


Zahlreiche Experten und Darts-Spieler üben daraufhin Kritik an Pipe, dieser sieht keine Schuld bei sich und erklärt, dass sich sein Gegner nicht bei ihm beschwert habe.

Bei seinem kommenden Spiel gegen Phil Taylor wird Pipe von den Fans gnadenlos ausgebuht.

James Wade vs. Simon Whitlock, WM 2011

Im WM-Viertelfinale scheitert der an Position drei gesetzte Wade mit 3:5 am Australier. Anschließend beschimpft der Australier Wade, dass er ihn im Spiel immer wieder gestoßen und ihn während der Pausen beleidigt habe.

Wade kontert und meinte, dass Whitlock ihm seine Darts-Spitzen in den Rücken geschoben habe, während er einen Schritt zurückgegangen war.

Beim Masters kurz danach rastet Wade nach seinem Viertelfinal-Sieg gegen Whitlock übertrieben aus und winkt ihm nach, als er die Bühne verlässt.

Zwölf Monate nach dem WM-Eklat versöhnen sich die beiden, indem Wade Whitlock zum gemeinsamen Weihnachtsessen einlädt.

Gerwyn Price vs. Peter Wright, WM 2020

Bereits vor dem WM-Halbfinale gibt es Sticheleien der beiden über den Matchausgang. Nach dem gewonnenen ersten Satz streckt Wright Price leicht die Zunge heraus, nach dem Satzausgleich revanchiert sich Price mit einem Rempler.

Price verpasst letztlich durch eine 3:6-Niederlage sein erstes WM-Finale, stürmt von der Bühne und verweigert den Handschlag mit Wright.


In der Nacht nach dem Match veröffentlicht Price ein Twitter-Statement, in dem er Wright vorwirft, ihm durch seine Zungen-Provokation die Chance aufs WM-Finale geraubt zu haben. Nach der Entschuldigung ist nun aber wohl wieder alles geklärt.

Lesen Sie auch