Primera Division: Ferran Torres: Beiname Asensio

Für Ferran Torres von der zweiten Mannschaft des FC Valencia scheint der Karriereweg bereits im jungen Alter steil nach oben zu zeigen. Während sich der FC Barcelona und Real Madrid laut Presseberichten um die Dienste des 17-Jährigen streiten, spielt Torres bei U17-WM in Indien.

Für Ferran Torres von der zweiten Mannschaft des FC Valencia scheint der Karriereweg bereits im jungen Alter steil nach oben zu zeigen. Während sich der FC Barcelona und Real Madrid laut Presseberichten um die Dienste des 17-Jährigen streiten, spielt Torres bei U17-WM in Indien.

Es gibt kein größeres Kompliment für einen Fußballer, als einen Nachfolger auserkoren zu bekommen. Für Marco Asensio von Real Madrid ist das bereits mit 21 Jahren der Fall: Für viele Medien ist klar, Ferran Torres, der Rechtsaußen von Valencia B, soll "der Neue" werden. "Er ist ein kompletter Außenstürmer, der für sein Alter schon über eine privilegierte Physis und Technik verfügt und mit beiden Füßen torgefährlich ist", schreibt El Mundo Deportivo aus Barcelona.

Torres, 17 Jahre jung, könnte bald die Primera Division genauso aufwirbeln, wie Asensio in seiner Debütsaison 2015. "El nuevo Asensio", dieser Spitzname eilt Ferran Torres inzwischen voraus - gar bis nach Indien, wo er Stammspieler der "La Rojita" bei der U17-Weltmeisterschaft ist.

Bundesliga-Klubs mit Interesse

Die spanische Sportzeitung AS brachte nun auch Bundesliga-Klubs als potentielle Abnehmer für Torres ins Spiel, ohne dabei die Vereine konkret zu benennen.

Spätestens seit der U17-Europameisterschaft im Sommer haben die Talentscouts der Topklubs ihn auf dem Zettel. Spanien gewann den Titel im Elfmeterschießen gegen Deutschland. Mitten drin: Ferran Torres, der zwar noch nicht vor die Presse trat, aber schon fleißig in den sozialen Netzwerken unterwegs ist.

Nach dem größten Triumph seiner jungen Karriere postete er stolz Jubelbilder auf Instagram. "Was wir mit diesem Team erreicht haben, ist mit Worten nicht zu beschreiben", schrieb er daneben.

FC Barcelona schickt Vertreter zu Torres

Tatsächlich hat Torres, Jahrgang 2000, ähnliche Anlagen wie Asensio: Er ist schnell, hat ein gutes Auge und den nötigen Zug zum Tor. Spieler mit einer derartigen Qualität im Eins-gegen-eins sind auch in Spanien rar. Kein Wunder also, dass seine Eigenschaften bereits den FC Barcelona und Asensios Madrid auf den Plan gerufen haben.

Die Mundo Deportivo berichtete, dass es bereits Kontakt zwischen seinem Repräsentanten und Vertretern des FC Barcelona gab. Barca will Nägel mit Köpfen machen: Asensio rutschte ihnen 2014 nach zähen Verhandlungen durch die Finger und ging nach Madrid. So etwas soll nicht nochmal passieren.

Ausstiegsklausel greift noch bei acht Millionen

Eine Entscheidung um Torres scheint indes noch nicht gefallen zu sein. Der FC Valencia ist nicht bereit, sein Juwel so schnell ziehen zu lassen. Vor allem nicht für die kolportierten acht Millionen Euro, die in seinem Vertrag im Moment als Ausstiegsklausel verankert sind.

Die Zeit drängt, so schnell wie möglich will der Klub seinen Vertrag verlängern: Auch die internationalen Größen PSG und Juventus gelten inzwischen als potenzielle Abnehmer.

Ist Torres tatsächlich der nächste Spieler, der den Durchbruch schafft? Bei Valencia B ist er gleich im ersten Jahr zum unangefochtenen Stammspieler in der drittklassigen Segunda B aufgestiegen. Sein Kontrakt mit dem Klub läuft noch bis 2019.

Valencias letzter Trumpf

Der FC Valencia hat noch einen Trumpf in der Hand, falls Torres nicht vorzeitig verlängern sollte. Laut der valencianischen Regionalzeitung Levante EMV erhöht sich die festgeschriebene Ablösesumme in dem Moment automatisch auf 25 Millionen Euro, in dem Torres sein Debüt in der ersten Mannschaft von Valencia gibt.

Die Anzeichen verdichten sich, dass es nicht mehr lange dauern wird. Der Trainer der ersten Mannschaft, Marcelino Garcia, scheint fest mit Torres zu planen und ließ den 17-Jährigen bereits etliche Male mit den Profis trainieren. Marcelino lässt ein 4-4-2 mit schnellen Außenspielern spielen. Perfekte Voraussetzungen für Ferran Torres.

Ohnehin ist der Valencia-Coach dafür bekannt, immer wieder auf junge Talente zu setzen: Die Nachwuchshoffnungen Nacho Gil (22), Nacho Vidal (22) und Toni Lato (19) durften in dieser Saison, beziehungsweise am Ende der letzten Saison, für den Klub debütieren.

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