Primera Division: Lienharts knifflige Situation bei Real Madrid

Bei Real Madrid stehen Philipp Lienharts Chancen auf Einsätze in der Kampfmannschaft recht gering. Nun soll SC-Freiburg-Trainer Christian Streich angeklopft haben. Der Transfer könnte aber teuer werden.

Real Madrid hat in der Abwehr derzeit mit großen Personalsorgen zu kämpfen. Trotzdem deutet derzeit nichts daraufhin, dass Philipp Lienhart bei der ersten Mannschaft reinschnuppern darf. Im letzten Spiel der Castilla leistete sich der ÖFB-U21-Nationalspieler zudem ein äußerst unglückliches Eigentor.

Raphael Varane und Pepe fallen verletzt aus. Dazu droht Nacho Fernandez bei einer Gelben Karte eine Sperre für den Clasico am nächsten Sonntag gegen den FC Barcelona. Trotzdem scheint Coach Zinedine Zidane auf die Nominierung eines Innenverteidigers der zweiten Mannschaft für das Auswärtsspiel gegen Gijon (Samstag, 16:15 Uhr im Livestream bei DAZN) zu verzichten.

Wohl kein Einsatz gegen Gijon

An Stelle von Philipp Lienhart oder dessen Abwehrpartner Mario Hermoso durfte Außenverteidiger Alvaro Tejero im Abschlusstraining mitmachen. Gut möglich, dass Tejero nun auch zum Spiel in Gijon mitreist. Dies würde daraufhin deuten, dass Zidane auf Mittelfeldspieler Casemiro oder Rechtsverteidiger Dani Carvajal als Alternativen für die Innenverteidigung baut. Österreichs Abwehrtalent Lienhart würde damit im Hinblick auf ein mögliches Liga-Debüt für Real wieder durch die Finger schauen.

Der 20-jährige Lilienfelder, der 2014 von Rapid nach Madrid übersiedelte, durfte sich unter Rafa Benitez bisher über seinen einzigen Pflichtspieleinsatz für die Profis freuen. Im Dezember 2015 kam er in der Copa del Rey gegen Cadiz zu einem Kurzeinsatz, das Spiel wurde später aber aufgrund des nicht spielberechtigten Real-Kickers Denis Cheryshev zu Gunsten des Außenseiters annulliert.

Bei der zweiten Mannschaft dringender gebraucht?

Seitdem muss Lienhart auf weitere Minuten im Trikot der Königlichen warten, obwohl mit Zinedine Zidane sein einstiger Coach aus der zweiten Mannschaft die Zügel in der Hand hält. Der Franzose kennt den Niederösterreicher ausgezeichnet. Vor der Saison setzte er ihn in Testspielen gegen Bayern, PSG und Chelsea ein. Ein Pflichtspiel traut er ihm jedoch scheinbar noch nicht zu.

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Allerdings ist es gut möglich, dass Lienhart momentan bei der zweiten Mannschaft dringender gebraucht wird. Die Castilla befindet sich in der Grupo II der Segunda Division B mitten im Aufstiegsrennen. Aktuell fehlen vier Punkte auf die Playoff-Plätze. Nur noch fünf Spiele sind im Grunddurchgang zu absolvieren. Lienhart kam bisher in 23 Saisonspielen zum Einsatz. Zwischendurch verlor er für zwei Spiele seinen Stammplatz, nachdem er sich im Jänner ein Verletzung zuzog.

Unglückliches Eigentor

Die letzten Partien war der Ex-Rapidler aber wieder voll gesetzt. Leider leistete er sich zuletzt bei der 1:3-Pleite gegen Arenas einen Fauxpas, als er einen Rückpass ins eigene Tor spielte (siehe Video). Rückschläge wie dieses Eigentor gehören zum Leben eines Fußballers dazu. Lienhart muss nun geduldig bleiben.

Sein Vertrag beim Champions-League-Sieger läuft bis 2019. Letzten Sommer stellte sich sein Klub noch gegen eine mögliche Leihe, an der beispielsweise Adi Hütters Young Boys Bern interessiert gewesen wären. Vielleicht klappt es diesmal mit einem Gastspiel bei einem arrivierten Verein. Im Juli wird der hochtalentierte Abwehrspieler 21 Jahre alt. Langsam wird es für ihn Zeit, endgültig den Sprung ins Profigeschäft zu schaffen.

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