"Ein Privileg": Djokovic schaltet sich in Druck-Debatte ein

  • Hoppla!
    Ein Fehler ist aufgetreten.
    Versuchen Sie es später noch einmal.
  • Hoppla!
    Ein Fehler ist aufgetreten.
    Versuchen Sie es später noch einmal.
·Lesedauer: 2 Min.
In diesem Artikel:
  • Hoppla!
    Ein Fehler ist aufgetreten.
    Versuchen Sie es später noch einmal.
  • Hoppla!
    Ein Fehler ist aufgetreten.
    Versuchen Sie es später noch einmal.
Novak Djokovic schlug am Donnerstag im Viertelfinale den Japaner Kei Nishikori (Bild: Pete Dovgan/Speed Media/Icon Sportswire via Getty Images)
Novak Djokovic schlug am Donnerstag im Viertelfinale den Japaner Kei Nishikori (Bild: Pete Dovgan/Speed Media/Icon Sportswire via Getty Images)

Novak Djokovic könnte in diesem Jahr Tennis-Geschichte schreiben.

Sollte er bei den Olympischen Spielen und anschließend bei den US Open triumphieren, würde der Serbe als erster Tennisspieler überhaupt in einem Jahr sämtliche Grand-Slam-Turniere und Olympia gewinnen.

Djokovic: "Ohne Druck kein professioneller Sport"

Angesprochen auf die Frage, ob dadurch in Tokio der Druck auf ihn nicht zu groß sei, antwortete Djokovic: "Druck ist ein Privileg, mein Freund. Ohne Druck ist es kein professioneller Sport."

Damit nahm er auch Stellung zu den Diskussionen um die beiden Olympia-Starterinnen Naomi Osaka und Simone Biles, die beide mit mentalen Problemen zu kämpfen haben.

Osaka hatte sich deswegen von den French Open noch während des Turniers zurückgezogen und eine Auszeit genommen, Kunstturnerin Biles brach in Tokio den Team-Wettbewerb ab und zog ihren Start beim Einzel-Wettkampf zurück.

Für Djokovic ist es allerdings essentiell, mit den Erwartungen der Öffentlichkeit zurechtzukommen. "Wenn du nach ganz oben willst, bist du gut beraten, rasch zu lernen, mit Druck umzugehen. Und zwar auf dem Platz wie auch neben dem Platz", sagte der 20-malige Grand-Slam-Sieger.

Ein Zitat, das auch als Ratschlag an die beiden Sportlerinnen zu verstehen ist.

Auch Djokovic hatte mit psychischen Problemen zu kämpfen

Er selbst hatte zu Beginn seiner Karriere ebenfalls mit psychischen Problemen zu kämpfen. Am meisten zu schaffen machte ihm, dass er im Vergleich zu seinen großen Rivalen Roger Federer und Rafael Nadal lange Zeit weniger Siege bei Grand-Slam-Turnieren aufweisen konnte.

Mit seinem Triumph in Wimbledon hat er mit dem Duo gleichgezogen. Alle drei haben nun 20 Major-Turniere gewonnen. Was die Zuneigung der Fans angeht, steht der 34-Järhige dennoch im Schatten des Schweizers und des Spaniers.

Auch damit aber hat er gelernt umzugehen. "Ich kann nicht sagen, dass ich den ganzen Lärm nicht wahrnehme. Aber ich habe Mechanismen entwickelt, damit fertig zu werden", sagte Djokovic nach seinem Achtelfinal-Sieg in Tokio gegen den Spanier Alejandro Davidovich Fokina.

"So etwas zerstört mich nicht mehr, ich lasse mich nicht davon unterkriegen", so Djokovic weiter.

Auch er habe das nicht einfach so von Beginn an gekonnt, erläuterte der aktuell weltbeste Tennisspieler. "Das ist normal. Niemand wird mit den entsprechenden Fähigkeiten geboren, man erlangt sie erst mit der Zeit."

Nun habe er genügend Erfahrung, sagte er und fügte hinzu: "Ich weiß jetzt, wer ich bin und wie ich auf den Platz gehen muss, um mein bestes Tennis zu spielen."

2 nach 10: Drama um Turnerin Simone Biles - "Die ganze Last auf ihren Schultern"

Wir möchten einen sicheren und ansprechenden Ort für Nutzer schaffen, an dem sie sich über ihre Interessen und Hobbys austauschen können. Zur Verbesserung der Community-Erfahrung deaktivieren wir vorübergehend das Kommentieren von Artikeln.