Prokop kritisiert Bach: "Als Krisenmanager ungeeignet"

Sportinformationsdienst
Sport1

Der frühere Spitzensportfunktionär Clemens Prokop hat IOC-Präsident Thomas Bach für dessen zögerliche Haltung in der Coronakrise heftig kritisiert.

"Ich halte Thomas Bach als Krisenmanager für ungeeignet, weil er nicht die erforderlichen Entscheidungen trifft", sagte Prokop der Stuttgarter Zeitung und den Stuttgarter Nachrichten: "Das IOC betreibt derzeit jedenfalls das Gegenteil von einem verantwortungsvollen Krisenmanagement."


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Prokop, 16 Jahre lang Präsident des Deutschen Leichtathletik-Verbandes (DLV), sagte zudem: "Ich halte die derzeitige Handlungsweise des IOC unter Aspekten der Vernunft für nicht nachvollziehbar. Es ist nicht nur naiv, sondern einfach nur dumm, so zu tun, als ob sich die Coronakrise in den nächsten vier Monaten weltweit erledigt haben könnte."

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IOC hält an Olympia-Plan fest

Das IOC hält trotz aller Kritik und Bedenken an der Austragung der Sommerspiele in Tokio vom 24. Juli bis 9. August fest.

Prokop (62) glaubt, es sei im Sinne der Athleten, "endlich auszusprechen, dass die Verlegung der Olympischen Spiele alternativlos ist".


Die sechsmalige Olympiasiegerin Isabell Werth hatte sich im Gespräch mit dem SID über die "nicht nachvollziehbare Hinhaltetaktik vom IOC und den Japanern" beschwert.

Laut Prokop solle das IOC "mit Tokio darüber verhandeln, ob die Stadt in der Lage ist, entweder im Sommer 2021 oder im Sommer 2022 Gastgeber der Olympischen Spiele zu sein".

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