Protestverbot? BBL-Boss bedauert Aussagen

SID
Sport1

Stefan Holz, Geschäftsführer der easycredit Basketball Bundesliga, hat sich nach der heftigen Kritik wegen eines vermeintlichen Verbots von Protestaktionen gegen Rassismus beim Finalturnier in München  (SPORT1 überträgt sechs Livespiele ab dem 6. Juni im TV und Stream) selbstkritisch geäußert.

"Meine Aussagen, die ich aus jetziger Sicht so nicht mehr treffen würde und deren Wirkung ich wohl nicht vollständig bedacht habe, bedaure ich", teilte Holz am Donnerstag in einer persönlichen Stellungnahme mit.

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Er wolle "lieber einmal zu viel als einmal zu wenig betonen, dass Vielfalt, Toleranz sowie Gewaltverzicht zentrale Werte innerhalb der BBL und ihrer Klubs darstellen", wurde Holz in einer Mitteilung der Liga zitiert.


"Selbstverständlich akzeptiert und respektiert die BBL, wenn der persönlichen Betroffenheit zu den unsäglichen Vorgängen in den USA auch verbal oder non-verbal Ausdruck verliehen wird."

Klubs und Spieler entrüstet

Es habe nie zur Debatte gestanden, "dass derartiges Engagement in Form eines Statements gegen Rassismus sanktioniert wird". Holz wollte sich nach eigenen Angaben nicht rechtfertigen, bat aber darum, zu bedenken, dass "auch Geschäftsführer Menschen und vor unglücklichen Formulierungen nicht gefeit sind".


Es hatte am Mittwoch Irritationen darüber gegeben, ob die Liga Spieler bei dem am Samstag startenden Event ihre Haltung bei Thema Rassismus zeigen lassen würde. Einige Profis zeigten sich entrüstet, auch Klubs reagierten.

"Wir werden unseren Spieler nicht vorschreiben, was sie zu sagen und nicht zu sagen haben", sagte Geschäftsführer Marko Pesic von Meister und Turniergastgeber Bayern München.

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