Psycho-Druck im eSports - Uni-Studie warnt

Lena Reinhart
Sport1

Eine Studie der University of Chichester untersuchte psychologische Herausforderungen, denen Sportler aufgrund ihrer Teilnahmen an Wettbewerben ausgesetzt sind. Die Untersuchung wurde im International Journal of Gaming and Computer-Mediated Simulations veröffentlicht. Befragt wurden hochrangige Spieler des Ego-Shooters Counter-Strike: Global Offensive.


Die Studie basiert auf der eSports-Expertise der Unviersität sowie dem neu eingeführten BA (Hons) eSports-Abschluss. 

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Dabei wurde herausgefunden, dass eSportler 51 verschiedenen Stressfaktoren ausgesetzt sind. Dazu zählen auch Kommunikationsprobleme und Bedenken den Wettbewerb vor Live-Publikum betreffend. Auch Profisportler aus den Bereichen Rugby oder Fußball stehen solchen mentalen Bedingungen gegenüber. 

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Als größter Stressfaktor wurde die schlechte Kommunikation innerhalb der Teammitglieder in Drucksituationen identifiziert. Dies führte teils zu aggressiven Verhalten oder gar dazu, dass die Kommunikation komplett vermieden wurde, was sich folglich negativ auf die Leistung auswirkte.

Laut Dr. Phil Birch, leitender Dozent für Sport- und Bewegungspsychologie der University of Chichester, sei eSports ein Multi-Millionen-Pfund-Geschäft, welches weltweit Publikum anziehen würde. Es gäbe jedoch erst wenig Forschung über die psychologischen Faktoren, die die Spieler beeinflussen. 


Richtiger Umgang mit Stressfaktoren

Durch die großen Belastungen, denen die Spieler ausgesetzt sind, muss der richtige Umgang damit gelernt sein. Eine Isolation der sogenannten Stressoren kann den Sportlern helfen, effektive Bewältigungsstrategien zu entwickeln. Dadurch soll die Leistung optimiert werden, damit Spielen auf höchstem Niveau möglich ist.

Die Forscher sprachen die Empfehlung aus, dass Spitzensportler psychologisch geschult werden sollten.

Der ehemalige eSports-Europameister und Kursleiter an der University of Chichester, Rams Singh, sieht in eSports ein Entwicklungsgebiet. Es sollte laut Singh in der traditionellen Wissenschaft verankert bleiben, um die Auswirkungen auf den Geist und Körper zu verstehen. Diese Studie sei wichtig, um die Gesundheit der Spitzensportler zu unterstützen und weiterhin auf höchstem Niveau spielen zu können.

Der Chief Operating Officer der ESL, Rob Black, meint, dass durch die Studie bewiesen wurde, was von ihnen schon seit Langem gesagt wird. Es seien Entwicklungen erforderlich, die entscheidend dafür wären, dass die Zahl der professionellen Akteure weltweit weiter wachsen könnte. 

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