Publikumsliebling vor Abschied: HSV-Boss klärt auf

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Publikumsliebling vor Abschied: HSV-Boss klärt auf
Publikumsliebling vor Abschied: HSV-Boss klärt auf
Publikumsliebling vor Abschied: HSV-Boss klärt auf

Der Hamburger SV hat in der 2. Bundesliga aus vier Spielen nur fünf Punkte gesammelt – zu wenig für die eigenen Ansprüche.

“Das ist ganz klar unter dem, was wir uns gewünscht haben. Wir wollen jedes Spiel gewinnen”, sagte HSV-Sportvorstand Jonas Boldt im Doppelpass 2. Bundesliga auf SPORT1.

Zuletzt reicht es gegen Darmstadt 98 im heimischen Stadion nur zu einem 2:2 (DATEN: Ergebnisse und Spielplan der 2. Bundesliga)

“Wir geben uns nicht mit einem Unentschieden zu Hause zufrieden, das ist klar”, meinte Boldt: “Wir haben ein bisschen was auf der Strecke liegen lassen.”

Hamburg setzt auf Entwicklung

Hamburg hat bereits sieben Gegentore bekommen. “Wenn wir so viele Gegentore bekommen haben, können wir nicht sagen, dass alles gepasst hat in der Defensive”, sagte der 39-Jährige.

Beim HSV hat durch die wiederholt verpassten Aufstiege ein kleines Umdenken stattgefunden: “Wir wollen mehr entwickeln, mehr auf jüngere Spieler setzen.”

HSV kann nicht “das leisten, was Bayern liefert”

Die Erwartungshaltung rund um den Klub bleibt aber groß, “das bringt der Name HSV mit sich.” Boldt stellte aber klar: “Aber man kann auf dem Niveau nicht das leisten, was vielleicht nur Bayern München liefern kann.”

Trotz des nicht optimalen Saisonstarts behalten die HSV-Bosse die Geduld: “Es wird auch nach der Nadel im Heuhaufen gesucht. Wir lassen uns von den fünf Punkten aus den vier Spielen nicht aus der Ruhe bringen.” (DATEN: Die Tabelle der 2. Bundesliga)

Boldt erklärt: “Nur weil man einen großen Namen hat, heißt das nicht, dass der Erfolg automatisch kommt. Dafür hat man über Jahre hinweg zu viele Fehler gemacht.”

Dass einige Fans gegen Darmstadt pfiffen, als der Ball mehrmals zu Torhüter Daniel Heuer Fernandes gespielt wurde, ließ Boldt kalt. “Wegen einiger Pfiffe muss man jetzt nicht alles schlecht reden”, sagte er und wies auf die weitestgehend positive Unterstützung hin.

Er bekomme “sehr viel Feedback von den Menschen, die sagen: Behaltet die Ruhe. Das sind aber nicht die Menschen, die sich in den sozialen Netzwerken anonym tummeln und den Frust rauslassen, sondern die Sehnsucht nach dem Aufstieg haben.”

Verlässt Publikumsliebling den HSV?

Vor Transferschluss kann sich im HSV-Kader noch etwas tun. “Wir halten Ausschau”, sagte Boldt - fügte aber an: “Es wird nicht der millionenschwere Heilsbringer kommen, der vielleicht irgendwo gefordert wird.” Das sei schon häufiger vergeblich versucht worden: “Zudem liegen die Millionen in Hamburg auch nicht auf der Straße. Wir müssen Werte schaffen.”

Den Klub verlassen könnte noch Verteidiger Toni Leistner (NEWS: Alle aktuellen Infos zur 2. Bundesliga).


“Er hat eine wichtige Rolle in der vergangenen Saison gehabt. Ich schätze ihn als Mensch und Spieler. Aktuell setzt der Trainer auf Sebastian Schonlau und Jonas David”, sagte Boldt zur Situation des Publikumslieblings.

Leistner sei ein Spieler, “der sich fit fühlt und den Anspruch hat, regelmäßig zu spielen. Es ist vielleicht eine Möglichkeit, dass er sich nochmal verändert. Um eine andere Rolle einzunehmen, als er sie in Hamburg aktuell hat.”

Der 31-Jährige stand in dieser Saison noch in keiner Minute auf dem Feld. Die Bild hatte zuvor berichtet, Leistners Abschied sei beschlossene Sache.

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