Lokalmatador beendet lange Durststrecke

Frances Tiafoe verzaubert New York: Der 24-Jährige steht als erster Lokalmatador seit Andy Roddick 2006 im Halbfinale der US Open.

Der Weltranglisten-26. setzte sich im Viertelfinale am Mittwoch mit Wucht und Finesse 7:6 (7:3), 7:6 (7:0), 6:4 gegen den Russen Andrej Rublew durch, dessen Viertelfinal-Fluch anhält.

Für den 24-Jährigen war es bereits der sechste Versuch, ins Halbfinale bei einem Grand-Slam-Turnier einzuziehen - jedes Mal scheiterte Rublew. Gegen Tiafoe hielt er beherzt dagegen, doch in den Tiebreaks der ersten beiden Sätze schaltete der Publikumsliebling jeweils einen Gang hoch. Im dritten Satz konnte Rublew nicht mehr kontern. (NEWS: Alles Wichtige zu den Grand Slams)

Tiafoe, der im Achtelfinale Grand-Slam-Champion Rafael Nadal sensationell ausgeschaltet hatte und nun auf den Spanier Carlos Alcaraz oder den Italiener Jannik Sinner trifft, liefert seinen Fans eine besondere Aufsteiger-Geschichte. Als Sohn von Einwanderern aus Sierra Leone kämpfte er sich aus einfachen Verhältnissen auf die große Bühne. (NEWS: Alles Wichtige zu den Grand Slams)

Sein Vater Frances Tiafoe Sr. begann in den 90er Jahren beim Junior Tennis Champions Center in der Region Washington D.C. als Tagelöhner - dort trainierte sein Sohn täglich stundenlang, der nun auch auf der Grand-Slam-Bühne endgültig durchstartet.