Quarantäne-Verstoß: Herrlich trotzdem im FCA-Stadion

SPORT1, Sportinformationsdienst, dpa
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Dabei hatte es zunächst geheißen, er wolle der Partie ganz fernbleiben: 

Ungeachtet seines Verstoßes gegen die Quarantäne-Auflagen ist Heiko Herrlich während der Partie des FC Augsburg gegen den VfL Wolfsburg am Samstagnachmittag zu Gast in der WWK Arena gewesen.  


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Der Trainer verfolgte die Partie im VIP-Bereich des Stadions. Kurz vor dem Anpfiff hatte der Klub mitgeteilt, Herrlichs erster Corona-Test sei negativ ausgefallen - die offizielle Bestätigung dessen, was SPORT1 bereits am Freitag vermeldet hatte. 

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Der Coach hatte in der Vorbereitung auf die Partie gegen die DFL-Vorgaben verstoßen und freiwillig auf sein Debüt als FCA-Coach verzichtet. Erst nach einem zweiten negativen Corona-Test darf Herrlich wieder sein Amt ausüben.

Herrlich kaufte Zahnpasta und Hautcreme

Am Donnerstag war Herrlichs Verstoß eher beiläufig bekanntgeworden, als der 48-Jährige während der obligatorischen Pressekonferenz vor der Wolsburg-Partie ausplauderte, das Mannschaftsquartier verlassen zu haben, um in einem Supermarkt Zahnpasta und Hautcreme einzukaufen.


Herrlich hatte den Trainerjob in Augsburg im März erst kurz vor der Corona-Pause von Martin Schmidt übernommen.

In der Partie gegen Wolfsburg wurde er von seinem Assistenten Tobias Zellner vertreten. Verzichten musste der FCA beim Restart auf seinen angeschlagenen Torjäger Alfred Finnbogason. Im Tor gab Herrlich Andreas Luthe den Vorzug vor Tomas Koubek, der im bisherigen Saisonverlauf einige Male gepatzt hatte.


FCA-Fans mit Protestbanner

Obwohl sie nicht ins Stadion dürfen, brachten die FCA-Fans ein Protestbanner im Stadion an. Vor der Heimtribüne prangte ein Plakat mit der Aufschrift: "DER FUSSBALL WIRD LEBEN - EUER BUSINESS IST KRANK!"

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Gegen wen das Plakat konkret gerichtet ist, war nicht ersichtlich. Viele Fan-Organisationen hatten in den vergangenen Wochen Kritik geübt am Plan der Deutschen Fußball-Liga (DFL) und der Vereine, die Spielzeit unter diesen Voraussetzungen zu Ende bringen zu wollen.

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