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Das sind die Zahlen, die Hoeneß nicht gefallen können

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Das sind die Zahlen, die Hoeneß nicht gefallen können
Das sind die Zahlen, die Hoeneß nicht gefallen können

Über eine Nachricht dürfte sich Uli Hoeneß am 2. Juli 2021 besonders gefreut haben.

Denn an diesem Tag verkündete Toni Kroos seinen Rücktritt in der Nationalmannschaft und räumte damit seinen Platz im DFB-Team, den er laut Hoeneß aufgrund seiner Spielweise ohnehin nicht mehr verdient hatte.

Denn bei aller Wertschätzung ("Ich mag den Toni Kroos extrem, er hat Weltklasseleistungen gezeigt") ließ Uli Hoeneß im EM Doppelpass auf SPORT1 auch verlauten: "Toni Kroos hat in diesem Fußball nichts mehr verloren."

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Eine Aussage über einen Star, der durch seine Spielweise seit Jahren polarisiert, aber auch nach wie vor zur Weltklasse gezählt wird und dies auch bei Real Madrid weiterhin unter Beweis stellen will.

Kroos kein "Querpass-Toni"

Hoeneß, der schon 2007 das "Hochjubeln" des damaligen Jungstars bremste, erklärte, er habe bei der EM sonst "keinen Spieler gesehen, der diese Art von Fußball spielt" - wenngleich mit Jorginho bei Italien ein zumindest ähnlich strategisch veranlagter Spieler im EM-Finale stand.

Bei Deutschland werde nur "quer gespielt, quer gespielt, quer gespielt", meinte Hoeneß, offenbar ein Unterstützer des Images des "Querpass-Toni".

Immer nur quer? Nach der Vorrunde listete der Datendienstleister Opta die Spieler mit den meisten Pässen ins letzte Angriffsdrittel auf. An der Spitze stand zu diesem Zeitpunkt mit 66 solcher Anspiele ein gewisser Toni Kroos - mit weitem Abstand vor dem zweitplatzierten Niederländer Daley Blind.

"Das kann Uli H. nicht gefallen", schrieb Kroos selbst zu entsprechenden Daten.

Kroos dominiert La Liga

Der Real-Star ist zwar wohl nicht der von Hoeneß gewünschte Typ, der "mit dem Ball volle Pulle nach vorne" rennt, aber die Statistiken legen nahe, dass er entgegen der Annahme von Bayerns Ehrenpräsidenten durchaus vertikales Spiel beherrscht.

In der abgelaufenen Saison in La Liga bereitete Kroos die drittmeisten Tore vor, bei Assists pro Spiel war nur Iago Aspas (Celta Vigo) besser. Bei den "key passes", also den Pässen, die zu einem Torschuss eines Teamkollegen führen, war der erstplatzierte Kroos (2,4 pro Partie) laut whoscored.com sogar besser als Lionel Messi.

Auch bei den langen Bällen, die nur schwer quer über wenige Meter gespielt werden können, rangierte Kroos unter allen Akteuren in Spaniens Liga in den Top 15 – wohlgemerkt als einziger Feldspieler.

In der Champions League schaffte es der Routinier bei den entscheidenden Anspielen in die Top 20, lange Bälle schlug kein Feldspieler mehr.

Kroos sehr wohl über der Mittellinie

Zur Wahrheit gehört auch, dass Kroos bei der EM nicht komplett an diese Werte anknüpfen konnte.

So reichten durchschnittlich 1,3 "key passes" pro Partie in der Abrechnung aller Spieler vor dem Finale nur zu Platz 53, bei den langen Bällen wiederum sind pro Spiel aber nur fünf Torhüter besser als Langpass-Toni.

Der SPORT1 Podcast "Meine Bayern-Woche" auf podcast.sport1.de, in der SPORT1 App und den gängigen Streaming-Plattformen Spotify, Apple Podcasts, Amazon Music, Deezer und Podigee

Hoeneß, der dem Mittelfeldspieler 2014 zu hohe Gehaltsforderungen unterstellte, dessen Abgang aber später bereute, störte sich auch an Kroos' Auftreten beim deutschen Achtelfinal-Aus gegen England.

"Die letzte Viertelstunde. Wir liegen 0:1 hinten. Er war nicht einmal über der Mittellinie. Der hat immer um diesen Mittelkreis quer gespielt", meinte der frühere Bayern-Manager: "Aber da muss ich mal was riskieren. Da muss ich mal einen ausspielen, mich mal umhauen lassen. Das ist das Problem."

Kroos übertritt die Mittellinie in der Schlussphase übrigens über zehn Mal. Teilweise hielt sich der 31-Jährige im deutschen Powerplay mehrere Minuten in der englischen Hälfte auf. Er spielte kurze Bälle, lange Bälle und lief sogar ein paar Meter mit dem Ball.

Von einem Engländer umgehauen wurde er in dieser Zeit allerdings nicht.

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