Quintana gewinnt Königsetappe - Buchmanns Traum lebt

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Emanuel Buchmann hat mit einem riesigen Kämpferherz auch die große Kraftprobe am Galibier bestanden und darf bei der Tour de France weiter vom Podest träumen. Auf einer epischen ersten Alpen-Etappe kam die große deutsche Rundfahrt-Hoffnung beim Sieg von Nairo Quintana am Tag der Kolumbianer auf Platz elf, von den Favoriten auf den Gesamtsieg nahm nur Quintanas Landsmann Egan Bernal dem wie in den Pyrenäen ganz starken Buchmann Zeit ab. Bernal eröffnet Jagd auf Gelb"Es lief auch heute wieder ganz gut. Am Galibier war ich dann aber auch am Limit, besonders auf dem letzten Kilometer", sagte Buchmann. Als weiterhin Gesamtsechster ist die erste deutsche Top-10-Platzierung seit Andreas Klöden 2009 greifbar, der Rückstand des 26-Jährigen auf Platz drei beträgt nur 39 Sekunden. "Bernal ist leider weggefahren. Aber es gibt keinen Grund, warum es hier in den Alpen schlechter laufen soll als in den Pyrenäen", sagte Buchmann, neben dem auch Lennard Kämna mit Tagesplatz vier als Ausreißer für ein ganz starkes Ergebnis aus deutscher Sicht sorgte.Gewinner des Tages war neben Quintana das Ineos-Supertalent Bernal, das nach einer Attacke am letzten Anstieg auf die Favoritengruppe mit Teamkollege und Titelverteidiger Geraint Thomas (Großbritannien), dem weiterhin Gesamtführenden Julian Alaphilippe (Frankreich) und Buchmann eine gute halbe Minute herausholte.Als neuer Zweiter hat Bernal nur 1:30 Minuten Rückstand auf Alaphilippe, angesichts der noch folgenden zwei schweren Bergetappen, sind die Chancen des 22-Jährigen auf den Toursieg gestiegen. Kämna bärenstark am GalibierDer bislang bei der Tour enttäuschende Quintana setzte sich nach knüppelharten 208 km mit 5215 Höhenmetern und drei Gipfeln über der 2000-m-Marke in Valloire mit 1:35 Minuten Vorsprung auf den Franzosen Romain Bardet durch. Sunweb-Youngster Kämna aus Wedel (+2:58) erreichte das Ziel noch deutlich vor der heranrasenden Favoritenschar um Buchmann (+5:18). "Ich bin superhappy damit, der letzte Berg war absolut am Limit. Die Atmosphäre am Galibier war der Hammer", sagte de 22-Jährige nach einer packenden Etappe.Der Tag hatte bereits mit viel Unruhe begonnen. So wirkte die "Rempel-Affäre" zwischen dem Cottbuser Tony Martin und dem Briten Luke Rowe vom Mittwoch nach. Die Jury des Weltverbandes UCI schmetterte den Einspruch der betroffenen Teams Jumbo-Visma und Ineos gegen den Ausschluss der beiden wichtigen Helfer, die sich auf dem Weg nach Gap ins Gehege gekommen waren, kurz vor dem Etappenstart ab. Martin machte sich geknickt auf den Weg in die Heimat."So kurz vor dem Ziel in Paris aus dem Rennen genommen zu werden, ist nicht schön", sagte der 34-Jährige, der seinen Kapitän Steven Kruijswijk ebenso wenig in den Alpen unterstützen kann wie Rowe die Ineos-Stars Thomas und Bernal. Bei Spiegel online sagte Martin: "Ich denke, die Jury wollte ein Exempel an uns statuieren." Quintanas Attacke überrascht BardetIn der Anfangsphase der Etappe bildete sich erst nach über einer Stunden und vielen vergeblichen Attacken eine große Ausreißergruppe, in die es zunächst auch die deutschen Profis Kämna, Simon Geschke, 2015 Sieger der Alpen-Etappe nach Pra-Loup, Nikias Arndt und Nils Politt schafften. Die Gruppe fuhr mit mehr als sechs Minuten Vorsprung über den Col du Vars (2109 m), den ersten Zweitausender des Tages, hinten hielten die Favoriten noch die Füße still.Auf dem Anstieg zum 2642 m hohen Alpenriesen Galibier attackierte Quintana 7,5 km vor der Passhöhe und ließ Bardet stehen.In der Favoritengruppe tat sich unter dem Tempo-Diktat von Ineos lange nichts, ehe sich dann Bernal aus der Defensive traute - und neben seinem Landsmann Quintana zum Gewinner des Tages wurde.Zeit zum Durchatmen bleibt im Kampf um Gelb nicht, Teil zwei der brutalen Alpen-Trilogie bietet am Freitag erneut Höchstschwierigkeiten: Auf nur 124,5 km stehen unter anderem mit dem Col du l'Iseran (2770 m) das Dach der Tour und in Tignes (2113) eine Bergankunft in dünner Luft an.

Quintana gewinnt Königsetappe - Buchmanns Traum lebt

Emanuel Buchmann hat mit einem riesigen Kämpferherz auch die große Kraftprobe am Galibier bestanden und darf bei der Tour de France weiter vom Podest träumen. Auf einer epischen ersten Alpen-Etappe kam die große deutsche Rundfahrt-Hoffnung beim Sieg von Nairo Quintana am Tag der Kolumbianer auf Platz elf, von den Favoriten auf den Gesamtsieg nahm nur Quintanas Landsmann Egan Bernal dem wie in den Pyrenäen ganz starken Buchmann Zeit ab. Bernal eröffnet Jagd auf Gelb"Es lief auch heute wieder ganz gut. Am Galibier war ich dann aber auch am Limit, besonders auf dem letzten Kilometer", sagte Buchmann. Als weiterhin Gesamtsechster ist die erste deutsche Top-10-Platzierung seit Andreas Klöden 2009 greifbar, der Rückstand des 26-Jährigen auf Platz drei beträgt nur 39 Sekunden. "Bernal ist leider weggefahren. Aber es gibt keinen Grund, warum es hier in den Alpen schlechter laufen soll als in den Pyrenäen", sagte Buchmann, neben dem auch Lennard Kämna mit Tagesplatz vier als Ausreißer für ein ganz starkes Ergebnis aus deutscher Sicht sorgte.Gewinner des Tages war neben Quintana das Ineos-Supertalent Bernal, das nach einer Attacke am letzten Anstieg auf die Favoritengruppe mit Teamkollege und Titelverteidiger Geraint Thomas (Großbritannien), dem weiterhin Gesamtführenden Julian Alaphilippe (Frankreich) und Buchmann eine gute halbe Minute herausholte.Als neuer Zweiter hat Bernal nur 1:30 Minuten Rückstand auf Alaphilippe, angesichts der noch folgenden zwei schweren Bergetappen, sind die Chancen des 22-Jährigen auf den Toursieg gestiegen. Kämna bärenstark am GalibierDer bislang bei der Tour enttäuschende Quintana setzte sich nach knüppelharten 208 km mit 5215 Höhenmetern und drei Gipfeln über der 2000-m-Marke in Valloire mit 1:35 Minuten Vorsprung auf den Franzosen Romain Bardet durch. Sunweb-Youngster Kämna aus Wedel (+2:58) erreichte das Ziel noch deutlich vor der heranrasenden Favoritenschar um Buchmann (+5:18). "Ich bin superhappy damit, der letzte Berg war absolut am Limit. Die Atmosphäre am Galibier war der Hammer", sagte de 22-Jährige nach einer packenden Etappe.Der Tag hatte bereits mit viel Unruhe begonnen. So wirkte die "Rempel-Affäre" zwischen dem Cottbuser Tony Martin und dem Briten Luke Rowe vom Mittwoch nach. Die Jury des Weltverbandes UCI schmetterte den Einspruch der betroffenen Teams Jumbo-Visma und Ineos gegen den Ausschluss der beiden wichtigen Helfer, die sich auf dem Weg nach Gap ins Gehege gekommen waren, kurz vor dem Etappenstart ab. Martin machte sich geknickt auf den Weg in die Heimat."So kurz vor dem Ziel in Paris aus dem Rennen genommen zu werden, ist nicht schön", sagte der 34-Jährige, der seinen Kapitän Steven Kruijswijk ebenso wenig in den Alpen unterstützen kann wie Rowe die Ineos-Stars Thomas und Bernal. Bei Spiegel online sagte Martin: "Ich denke, die Jury wollte ein Exempel an uns statuieren." Quintanas Attacke überrascht BardetIn der Anfangsphase der Etappe bildete sich erst nach über einer Stunden und vielen vergeblichen Attacken eine große Ausreißergruppe, in die es zunächst auch die deutschen Profis Kämna, Simon Geschke, 2015 Sieger der Alpen-Etappe nach Pra-Loup, Nikias Arndt und Nils Politt schafften. Die Gruppe fuhr mit mehr als sechs Minuten Vorsprung über den Col du Vars (2109 m), den ersten Zweitausender des Tages, hinten hielten die Favoriten noch die Füße still.Auf dem Anstieg zum 2642 m hohen Alpenriesen Galibier attackierte Quintana 7,5 km vor der Passhöhe und ließ Bardet stehen.In der Favoritengruppe tat sich unter dem Tempo-Diktat von Ineos lange nichts, ehe sich dann Bernal aus der Defensive traute - und neben seinem Landsmann Quintana zum Gewinner des Tages wurde.Zeit zum Durchatmen bleibt im Kampf um Gelb nicht, Teil zwei der brutalen Alpen-Trilogie bietet am Freitag erneut Höchstschwierigkeiten: Auf nur 124,5 km stehen unter anderem mit dem Col du l'Iseran (2770 m) das Dach der Tour und in Tignes (2113) eine Bergankunft in dünner Luft an.

Der kolumbianische Radprofi Nairo Quintana hat die Königsetappe der 106. Tour de France gewonnen.

Der 29-Jährige vom Team Movistar setzte sich nach 208 km und drei Alpengipfeln über 2000 m, darunter der legendäre Galibier, in Valloire mit deutlichem Vorsprung auf Romain Bardet (Frankreich) durch.

Der deutsche Hoffnungsträger Emanuel Buchmann (Ravensburg/Bora-hansgrohe) kam zeitgleich mit den Favoriten ins Ziel.

Das Gelbe Trikot des Gesamtführenden verteidigte der Franzose Julian Alaphilippe (Deceuninck-Quick Step) erfolgreich. Nach einer waghalsigen Abfahrt ins Ziel kam er gleichauf mit den Topfahrern Geraint Thomas (Großbritannien/Team Ineos) und Buchmann an. Ein starke Leistung zeigte Lennard Kämna (Sunweb) als Vierter des Tages.

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