Das Rätsel um Nabil Fekir

Carsten Arndt
Sport1
Nabil Fekir hielt es stolz in die Luft, sein Trikot mit der Nummer 18. Lyons Kapitän hatte es ausgezogen und präsentierte es den Fans in der Kurve.Das Problem: Es waren die Anhänger des Gegners. Fekir hatte in der 84. Minute das 5:0 erzielt. Im Derby gegen den verhassten Erzrivalen St. Etienne. In dessen Stadion. Sein Jubel, eine einzige Provokation.In der Folge stürmten die Heim-Fans den Rasen, das Spiel wurde unterbrochen. Polizisten räumten das Feld, erst nach 40 Minuten wurde die Partie fortgesetzt. Im November 2017 war das. Fekir schon fast bei LiverpoolSeither macht Nabil Fekir nur noch sportlich auf sich aufmerksam - und mit einem geplatzten Wechsel.Im vergangenen Sommer schien der Transfer zum FC Liverpool und dessen Trainer Jürgen Klopp bereits beschlossene Sache.Fekir, der wie Zinédine Zidane algerische Wurzeln hat, hatte eine beeindruckende Saison für Lyon gespielt. 23 Tore und acht Assists hatte der Linksfuß nach 40 Pflichtspielen in seiner Bilanz stehen. Knie als Problemzone?Rund 65 Millionen Euro waren die Reds bereit zu zahlen, ehe sie plötzlich einen Rückzieher machten. Fekirs rechtes Knie bereitete den Verantwortlichen angeblich Sorgen. 2015 hatte sich der damals 22-Jährige in seinem vierten Länderspiel beide Kreuzbänder und den Meniskus gerissen.Jetzt aktuelle Fanartikel der internationalen Top-Klubs bestellen - hier geht's zum Shop! | ANZEIGE"Das wurde als ein Argument genutzt, aber ich persönlich glaube nicht, dass das der wahre Grund war", erzählte Lyons Präsident Jean-Michel Aulas später: "Lyon und Liverpool waren sich einig, Liverpool hat seine Meinung geändert. Wir beschlossen, es zu beenden, damit Nabil Fekir zur Weltmeisterschaft fahren konnte." Auch Bayern hatte Fekir auf dem ZettelLyon stoppte damit den Poker um seinen Spielmacher, in den auch der FC Bayern involviert war.Zumindest wurde den Münchnern gesteigertes Interesse am Offensivspieler, der seine Stärken im Zentrum am besten ausspielen, aber auch auf beiden Flügeln spielen kann, nachgesagt."Er spielt sehr gut. Ich habe ihn in der U21 kennengelernt. Wenn Nabil Fekir gern zu uns kommen würde, würde ich das begrüßen. Aber das entscheidet unser Management", sagte Kingsley Coman damals der AZ.Doch Fekir blieb seinem Herzensklub ein weiteres Jahr treu - was Olympique nun in eine unangenehme Situation bringt. Lyon bekommt 40 Millionen wenigerWie im vergangenen Jahr steht der Kapitän erneut vor dem Absprung. Da sein Vertrag nach der anstehenden Saison ausläuft, kann der Meister von 2002 bis 2008 nur noch in diesem Sommer Geld mit Fekir verdienen.Weil das aber natürlich auch die potenziellen Interessenten wissen, ist Lyons bester Mann für wenig Geld zu haben. 25-30 Millionen Euro sind ausgerufen - für einen Spieler, dessen Marktwert laut transfermarkt.de bei 60 Millionen Euro liegt!Kein Wunder, dass die Topklubs erneut Schlange stehen - sollte man meinen. Doch in diesen Tagen und Wochen war weder von Real Madrid, noch dem FC Bayern oder dem FC Liverpool zu hören oder zu lesen. Betis Sevilla statt Bayern oder LiverpoolStattdessen wird jeden Tag mit dem Vollzug des Wechsels zu Real Betis aus Sevilla gerechnet. Ein Klub, der die abgelaufene Saison in der Primera Division auf Platz zehn beendete und international nicht vertreten sein wird.DAZN gratis testen und internationale Fußball-Highlights live & auf Abruf erleben | ANZEIGEFekir soll einen Vertrag über fünf Jahre unterschreiben. "Er verhandelt wegen seines Transfers", bestätigte Lyons Trainer Sylvinho den bevorstehenden Abgang: "Wir wissen nicht, wann es fix sein wird, aber für ihn und den Klub wäre es das Beste, wenn es so schnell wie möglich geht".Sollte der Deal tatsächlich über die Bühne gehen, wird sich Fekir vor allem einer Frage ausgesetzt sehen. Warum?

Das Rätsel um Nabil Fekir

Nabil Fekir hielt es stolz in die Luft, sein Trikot mit der Nummer 18. Lyons Kapitän hatte es ausgezogen und präsentierte es den Fans in der Kurve.Das Problem: Es waren die Anhänger des Gegners. Fekir hatte in der 84. Minute das 5:0 erzielt. Im Derby gegen den verhassten Erzrivalen St. Etienne. In dessen Stadion. Sein Jubel, eine einzige Provokation.In der Folge stürmten die Heim-Fans den Rasen, das Spiel wurde unterbrochen. Polizisten räumten das Feld, erst nach 40 Minuten wurde die Partie fortgesetzt. Im November 2017 war das. Fekir schon fast bei LiverpoolSeither macht Nabil Fekir nur noch sportlich auf sich aufmerksam - und mit einem geplatzten Wechsel.Im vergangenen Sommer schien der Transfer zum FC Liverpool und dessen Trainer Jürgen Klopp bereits beschlossene Sache.Fekir, der wie Zinédine Zidane algerische Wurzeln hat, hatte eine beeindruckende Saison für Lyon gespielt. 23 Tore und acht Assists hatte der Linksfuß nach 40 Pflichtspielen in seiner Bilanz stehen. Knie als Problemzone?Rund 65 Millionen Euro waren die Reds bereit zu zahlen, ehe sie plötzlich einen Rückzieher machten. Fekirs rechtes Knie bereitete den Verantwortlichen angeblich Sorgen. 2015 hatte sich der damals 22-Jährige in seinem vierten Länderspiel beide Kreuzbänder und den Meniskus gerissen.Jetzt aktuelle Fanartikel der internationalen Top-Klubs bestellen - hier geht's zum Shop! | ANZEIGE"Das wurde als ein Argument genutzt, aber ich persönlich glaube nicht, dass das der wahre Grund war", erzählte Lyons Präsident Jean-Michel Aulas später: "Lyon und Liverpool waren sich einig, Liverpool hat seine Meinung geändert. Wir beschlossen, es zu beenden, damit Nabil Fekir zur Weltmeisterschaft fahren konnte." Auch Bayern hatte Fekir auf dem ZettelLyon stoppte damit den Poker um seinen Spielmacher, in den auch der FC Bayern involviert war.Zumindest wurde den Münchnern gesteigertes Interesse am Offensivspieler, der seine Stärken im Zentrum am besten ausspielen, aber auch auf beiden Flügeln spielen kann, nachgesagt."Er spielt sehr gut. Ich habe ihn in der U21 kennengelernt. Wenn Nabil Fekir gern zu uns kommen würde, würde ich das begrüßen. Aber das entscheidet unser Management", sagte Kingsley Coman damals der AZ.Doch Fekir blieb seinem Herzensklub ein weiteres Jahr treu - was Olympique nun in eine unangenehme Situation bringt. Lyon bekommt 40 Millionen wenigerWie im vergangenen Jahr steht der Kapitän erneut vor dem Absprung. Da sein Vertrag nach der anstehenden Saison ausläuft, kann der Meister von 2002 bis 2008 nur noch in diesem Sommer Geld mit Fekir verdienen.Weil das aber natürlich auch die potenziellen Interessenten wissen, ist Lyons bester Mann für wenig Geld zu haben. 25-30 Millionen Euro sind ausgerufen - für einen Spieler, dessen Marktwert laut transfermarkt.de bei 60 Millionen Euro liegt!Kein Wunder, dass die Topklubs erneut Schlange stehen - sollte man meinen. Doch in diesen Tagen und Wochen war weder von Real Madrid, noch dem FC Bayern oder dem FC Liverpool zu hören oder zu lesen. Betis Sevilla statt Bayern oder LiverpoolStattdessen wird jeden Tag mit dem Vollzug des Wechsels zu Real Betis aus Sevilla gerechnet. Ein Klub, der die abgelaufene Saison in der Primera Division auf Platz zehn beendete und international nicht vertreten sein wird.DAZN gratis testen und internationale Fußball-Highlights live & auf Abruf erleben | ANZEIGEFekir soll einen Vertrag über fünf Jahre unterschreiben. "Er verhandelt wegen seines Transfers", bestätigte Lyons Trainer Sylvinho den bevorstehenden Abgang: "Wir wissen nicht, wann es fix sein wird, aber für ihn und den Klub wäre es das Beste, wenn es so schnell wie möglich geht".Sollte der Deal tatsächlich über die Bühne gehen, wird sich Fekir vor allem einer Frage ausgesetzt sehen. Warum?

Nabil Fekir hielt es stolz in die Luft, sein Trikot mit der Nummer 18. Lyons Kapitän hatte es ausgezogen und präsentierte es den Fans in der Kurve.


Das Problem: Es waren die Anhänger des Gegners. Fekir hatte in der 84. Minute das 5:0 erzielt. Im Derby gegen den verhassten Erzrivalen St. Etienne. In dessen Stadion. Sein Jubel, eine einzige Provokation.

Scrollen, um mit dem Inhalt fortzufahren
Anzeige

In der Folge stürmten die Heim-Fans den Rasen, das Spiel wurde unterbrochen. Polizisten räumten das Feld, erst nach 40 Minuten wurde die Partie fortgesetzt. Im November 2017 war das.

Fekir schon fast bei Liverpool

Seither macht Nabil Fekir nur noch sportlich auf sich aufmerksam - und mit einem geplatzten Wechsel.

Im vergangenen Sommer schien der Transfer zum FC Liverpool und dessen Trainer Jürgen Klopp bereits beschlossene Sache.

Fekir, der wie Zinédine Zidane algerische Wurzeln hat, hatte eine beeindruckende Saison für Lyon gespielt. 23 Tore und acht Assists hatte der Linksfuß nach 40 Pflichtspielen in seiner Bilanz stehen.

Knie als Problemzone?

Rund 65 Millionen Euro waren die Reds bereit zu zahlen, ehe sie plötzlich einen Rückzieher machten. Fekirs rechtes Knie bereitete den Verantwortlichen angeblich Sorgen. 2015 hatte sich der damals 22-Jährige in seinem vierten Länderspiel beide Kreuzbänder und den Meniskus gerissen.

Jetzt aktuelle Fanartikel der internationalen Top-Klubs bestellen - hier geht's zum Shop! | ANZEIGE

"Das wurde als ein Argument genutzt, aber ich persönlich glaube nicht, dass das der wahre Grund war", erzählte Lyons Präsident Jean-Michel Aulas später: "Lyon und Liverpool waren sich einig, Liverpool hat seine Meinung geändert. Wir beschlossen, es zu beenden, damit Nabil Fekir zur Weltmeisterschaft fahren konnte."

Auch Bayern hatte Fekir auf dem Zettel

Lyon stoppte damit den Poker um seinen Spielmacher, in den auch der FC Bayern involviert war.


Zumindest wurde den Münchnern gesteigertes Interesse am Offensivspieler, der seine Stärken im Zentrum am besten ausspielen, aber auch auf beiden Flügeln spielen kann, nachgesagt.

"Er spielt sehr gut. Ich habe ihn in der U21 kennengelernt. Wenn Nabil Fekir gern zu uns kommen würde, würde ich das begrüßen. Aber das entscheidet unser Management", sagte Kingsley Coman damals der AZ.

Doch Fekir blieb seinem Herzensklub ein weiteres Jahr treu - was Olympique nun in eine unangenehme Situation bringt.

Lyon bekommt 40 Millionen weniger

Wie im vergangenen Jahr steht der Kapitän erneut vor dem Absprung. Da sein Vertrag nach der anstehenden Saison ausläuft, kann der Meister von 2002 bis 2008 nur noch in diesem Sommer Geld mit Fekir verdienen.

Weil das aber natürlich auch die potenziellen Interessenten wissen, ist Lyons bester Mann für wenig Geld zu haben. 25-30 Millionen Euro sind ausgerufen - für einen Spieler, dessen Marktwert laut transfermarkt.de bei 60 Millionen Euro liegt!


Kein Wunder, dass die Topklubs erneut Schlange stehen - sollte man meinen. Doch in diesen Tagen und Wochen war weder von Real Madrid, noch dem FC Bayern oder dem FC Liverpool zu hören oder zu lesen.

Betis Sevilla statt Bayern oder Liverpool

Stattdessen wird jeden Tag mit dem Vollzug des Wechsels zu Real Betis aus Sevilla gerechnet. Ein Klub, der die abgelaufene Saison in der Primera Division auf Platz zehn beendete und international nicht vertreten sein wird.

DAZN gratis testen und internationale Fußball-Highlights live & auf Abruf erleben | ANZEIGE

Fekir soll einen Vertrag über fünf Jahre unterschreiben. "Er verhandelt wegen seines Transfers", bestätigte Lyons Trainer Sylvinho den bevorstehenden Abgang: "Wir wissen nicht, wann es fix sein wird, aber für ihn und den Klub wäre es das Beste, wenn es so schnell wie möglich geht".

Sollte der Deal tatsächlich über die Bühne gehen, wird sich Fekir vor allem einer Frage ausgesetzt sehen. Warum?

Lesen Sie auch