Der rätselhafte Absturz eines Winter-Helden

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  • Kamil Stoch
    Kamil Stoch
    Polish ski jumper
Der rätselhafte Absturz eines Winter-Helden
Der rätselhafte Absturz eines Winter-Helden

Drei Goldmedaillen bei Olympia, zwei WM-Titel, drei Gesamtsiege bei der Vierschanzentournee, der letzte erst vor einem Jahr - und nun das.

„Ich habe Tränen in den Augen, und mein Herz blutet“, sagte Kamil Stoch, bevor er noch vor der Absage des Innsbrucks-Springens am Dienstag die Heimreise antrat (Wettkampf ab 16.30 Uhr im LIVETICKER).

Der formschwache Titelverteidiger stieg erstmals in seiner langen und erfolgreichen Karriere vorzeitig bei der Vierschanzentournee aus, bei der 17. Teilnahme.

„Er wird auf die Schanze zurückkehren, nachdem er sich mental und körperlich erholt hat“, schrieb der nationale Skiverband PZN nach einer Krisensitzung des Trainerstabs am Montagabend.

Zuvor war Stoch in der Qualifikation am kniffligen Bergisel auf Rang 59 brutal abgestürzt, es war der letzte von mehreren Rückschlägen in den vergangenen Tagen. Auch in Oberstdorf (41.) und Garmisch-Partenkirchen (47.) flog Stoch seinen großen Ambitionen hinterher, verpasste sogar Weltcup-Punkte.

Kamil Stoch rätselt über seine Krise

Woran es liegt, zumal der 34-Jährige in Klingenthal vor nicht mal einem Monat aufs Podium gesprungen war?

„Ganz ehrlich? Ich habe keine Ahnung“, sagte Stoch dem Portal Onet Sport. Im Skispringen könne sich alles von Sprung zu Sprung um 180 Grad drehen. Er wollte kämpfen, bekräftigte der dreimalige Olympiasieger, „vielleicht sogar zu viel“.

Nun stehen für Stoch, der die Tournee im vergangenen Winter zum dritten Mal gewonnen hatte, etwas Ruhe und ein paar Trainingseinheiten auf dem Programm.

Die glorreichen Jahre der Tourneesiege, vor zwei Jahren hatte der derzeit ebenfalls formschwache Dawid Kubacki triumphiert, sind im polnischen Team jedenfalls vorbei.

Einstige Skisprung-Großmacht Polen schwächelt

Stoch war zum Zeitpunkt seines Tournee-Ausstiegs einziger Pole in den Top 25 des Gesamtweltcups, die stolze Skisprung-Nation wartet sehnsüchtig auf Erfolge.

„Ich habe Kontakt mit meinen ehemaligen Kollegen, aber die stehen auch ratlos da“, sagte Bundestrainer Stefan Horngacher, bis 2019 noch für die Polen zuständig: „Denen geht es nicht gut, das ist echt eine Scheißsituation.“

Noch ist knapp ein Monat Zeit, um bis zu den Winterspielen in Peking (4. bis 20. Februar) die 180-Grad-Wende herbeizuführen.

Stoch bleibt auch deshalb optimistisch: „Für mich ist es unmöglich, dass ich vergesse, wie man gut springt.“

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Mit Sportinformationsdienst (SID)

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