Hörmann führt Olympia-Delegation nach Tokio

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Hörmann führt Olympia-Delegation nach Tokio
Hörmann führt Olympia-Delegation nach Tokio

Trotz aller Kritik an seiner Person wird der im Dezember aus seinem Amt scheidende DOSB-Präsident Alfons Hörmann die deutsche Delegation zu den Olympischen Spielen in Tokio führen. Eine entsprechende Frage im Interview mit der Stuttgarter Zeitung/Stuttgarter Nachrichten beantwortete Veronika Rücker, die Vorstands-Chefin des Deutschen Olympischen Sportbundes, mit einem eindeutigen "Ja".

In der Affäre um einen anonymen Brief, in dem ihm unter anderem Führungsschwäche ("Kultur der Angst") vorgeworfen worden war, hatte Hörmann die Konsequenz gezogen und seinen Rückzug zum Ende des Jahres angekündigt. Ein Nachfolger ist noch nicht in Sicht.

Daraufhin hatte sich unter anderem Transparency Deutschland dagegen ausgesprochen, dass Hörmann die deutsche Mannschaft nach Japan anführt. Der DOSB müsse konsequent sein, erklärte Nicole Espey, Leiterin der Arbeitsgruppe Sport bei Transparency: "Die im In- und Ausland diskreditierten Führungspersonen sollten die deutsche Olympiamannschaft dort nicht mehr repräsentieren."

Auch Dagmar Freitag, die Vorsitzende im Sportausschuss des Bundestages, stellte das Vorhaben infrage und riet dem DOSB, "noch einmal darüber nachzudenken", ob Hörmann als Delegationsleiter für die Olympischen Spiele in Tokio die richtige Wahl sei.

Für Tokio sieht Rücker die Gesundheit der Sportler als oberstes Gebot an. "Am wichtigsten ist, dass wir unser Team D sicher dorthin und gesund wieder nach Hause bringen", sagte die 51-Jährige.

Sportliche Erwartungen wolle sie aktuell an die Spiele nicht knüpfen. "Der Medaillenspiegel spielt für uns diesmal eine untergeordnete Rolle", so Rücker. Sie rechnet mit einer Impfquote im Team, die "höher sein wird, als die von IOC-Präsident Thomas Bach für alle Teilnehmer prognostizierten 84 Prozent".

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