Radsport: Giro-Veranstalter schafft umstrittenen Preis wieder ab

Der Veranstalter des 100. Giro d'Italia hat die neue Preiskategorie für den schnellsten Abfahrer nach einer Protestwelle wieder abgeschafft. Die Idee hatte drei Tage vor dem Start unter den Radprofis einen Sturm der Entrüstung ausgelöst, nun ist das Thema rechtzeitig wieder vom Tisch.

Der Veranstalter des 100. Giro d'Italia hat die neue Preiskategorie für den schnellsten Abfahrer nach einer Protestwelle wieder abgeschafft. Die Idee hatte drei Tage vor dem Start unter den Radprofis einen Sturm der Entrüstung ausgelöst, nun ist das Thema rechtzeitig wieder vom Tisch.

"Sinn der Initiative war es, eine wichtige Fähigkeit in den Vordergrund zu rücken, ohne die Sicherheit der Fahrer zu gefährden. Die Sicherheit hat weiter höchste Priorität", hieß es in einer Mitteilung der Giro-Macher. Die Reaktionen hätten aber gezeigt, dass die Idee missverstanden werden und Verhaltensweisen auslösen könnte, die nicht mit den Sicherheitsprinzipien vereinbar seien. Die Geschwindigkeit soll beim am Freitag beginnenden Giro nun nur noch für die Statistik gemessen werden.

Zahlreiche Profis hatten am Dienstag ihrem Ärger Luft gemacht. "Es ist noch nicht lange her", schrieb etwa Marcus Burghardt (Bora-hansgrohe) bei Twitter, "dass wir unseren Freund und Kollegen Wouter Weylandt bei einem Sturz in der Abfahrt verloren haben. Soll das wieder passieren?! NEIN!!!" Weylandt war beim Giro vor sechs Jahren tödlich verunglückt.

Die geplante Kategorie sollte zehn Abfahrten zwischen der achten und 20. Etappe umfassen, darunter die vom Dach der diesjährigen Italien-Rundfahrt, dem Stilfser Joch. Der jeweils Schnellste hätte ein Preisgeld von 500 Euro bekommen. Am Ende des Giro wäre der Gesamtsieger mit 5000 Euro belohnt worden. Erst vor wenigen Tagen war der junge Amerikaner Chad Young (21) bei der Tour of the Gila in den USA auf einer Abfahrt tödlich verunglückt.

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