Rassismus-Eklat? Ermittlungen gegen NHL-Coach

Sportinformationsdienst
Sport1

Wegen vermeintlich rassistischer Entgleisungen hat die NHL Ermittlungen gegen Trainer Bill Peters von den Calgary Flames eingeleitet. Dem 53-Jährigen wird vorgeworfen, in der Saison 2009/10 den gebürtigen Nigerianer Akim Aliu rassistisch beschimpft zu haben.


Damals hatte Aliu unter Chefcoach Peters bei den Rockford IceHogs in der American Hockey League (AHL), dem Unterbau der NHL, gespielt.

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Aliu hatte am Montag auf seinem Twitter-Profil geschrieben, dass Peters ihm gegenüber in seinem Rookie-Jahr in der Kabine mehrfach die "N-bomb" (Nigger, Anm.d. Red.) fallen gelassen habe, weil ihm seine Musikauswahl nicht gefiel.

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Calgary Flames nehmen Vorwürfe ernst

"Das mutmaßliche Verhalten ist abstoßend und inakzeptabel", schrieb die NHL in einer Erklärung: "Wir werden keinen weiteren Kommentar abgeben, bis wir Gelegenheit hatten, die Angelegenheit gründlicher zu untersuchen."


Flames-Manager Brad Treliving versicherte, dass er die Vorwürfe gegen seinen Trainer sehr ernst nehme. Zudem "wollen wir eine umfassende und ordnungsgemäße Untersuchung abschließen, bevor wir weitere Kommentare zu der Angelegenheit abgeben".

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Aliu, der im Alter von sieben Jahren nach Kanada kam, erklärte weiter, er sei von Peters degradiert worden, nachdem er sich gegen den Gebrauch der rassistischen Sprache "aufgelehnt" habe. Aliu steht aktuell bei den Orlando Solar Bears in der East Coast Hockey League (ECHL) unter Vertrag.

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