Rassismus-Eklat? Deshalb gingen Valencia-Stars vom Feld

SPORT1
·Lesedauer: 2 Min.

In Spanien hat es offenbar einen Rassismus-Eklat gegeben. Die Spieler des FC Valencia verlassen nach einem Wortgefecht das Feld, der Betroffene spielt nicht weiter.

Rassismus-Eklat? Deshalb gingen Valencia-Stars vom Feld
Rassismus-Eklat? Deshalb gingen Valencia-Stars vom Feld

Die Partie zwischen dem FC Cadiz und dem FC Valencia in der spanischen La Liga ist zeitweise unterbrochen worden, weil es einen angeblich rassistischen Zwischenfall gegeben hat. 

In der 29. Minute kam es abseits des eigentlichen Geschehens mit dem Ball zwischen Valencias Mouctar Diakhaby und seinem Gegenspieler Juan Cala zu einem heftigen Wortgefecht. Als Gabriel Paulista das sah, beförderte er den Ball ins Aus.

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Es kam zu Gerangel und Diskussionen mit mehreren Akteuren. Diakhaby sah daraufhin die gelbe Karte. Doch der Abwehrspieler fühlte sich offensichtlich ungerecht behandelt und wirkte wild gestikulierend auf Schiedsrichter Medie Jimenez ein.

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Dieser hielt in seinem Spielbericht, den die Marca veröffentlichte, fest: "Der Spieler mit der Nummer 12 von Valencia, Mouctar Diakhaby, hat mir - nachdem er für den Streit mit einem Gegenspieler die Gelbe Karte gesehen hat - im Wortlaut gesagt: 'Er hat mich einen dreckigen Schwarzen genannt' und dabei über den Cadiz-Spieler mit der Nummer 16, Juan Torres Ruiz gesprochen." 

Im Schiedsrichter-Gespann habe niemand diese Worte vernommen.

Diakhaby bittet Teamkollegen um Fortsetzung

Nach dem Vorfall verließen die Spieler der Gäste geschlossen das Spielfeld. Die Partie wurde unterbrochen. Kurze Zeit später kam die Mannschaft wieder auf den Platz, nachdem Diakhaby seine Teamkollegen laut dem Twitter-Account des FC Valencia dazu aufgefordert hatte, das Match fortzusetzen.

Valencias Trainer Javi Gracia erklärte später, seinem Team sei für den Fall eines Abbruchs eine Strafe angedroht worden. "In der Kabine wurde uns gesagt, dass wir sanktioniert werden, sollten wir nicht weiterspielen. Wir haben dann mit Diakha gesprochen. Er hat uns gesagt, dass er selbst zwar nicht mehr spielen wolle, aber vollstes Verständnis dafür hätte, wenn wir weiterspielen, um eine Strafe zu verhindern", sagte Gracia.

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Der Franzose guineischer Herkunft kehrte allerdings nicht zurück und wurde durch Hugo Guillamon ersetzt. Er verfolgte den Rest des Spiels von der Tribüne aus. Cala blieb zu Beginn der zweiten Halbzeit draußen.

Die Partie endete 2:1 für Cadiz, zum Zeitpunkt der Unterbrechung hatte es 1:1 gestanden. 

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Mit Sport-Informations-Dienst (SID)