Rassismus-Vorwurf gegen Union: "Amiris Herkunft beleidigt"

SPORT1
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Die Bundesliga-Partie zwischen Union Berlin und Bayer Leverkusen (1:0) war gerade abgepfiffen, da kam es zwischen den Spielern auf dem Platz zu Rangeleien.

Auslöser dafür war Aussagen von Leverkusener Spielern zufolge eine rassistische Äußerung eines Akteurs der Gastgeber.

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"Was ich sehr bitter finde, ist die Situation, die mit Nadiem Amiri vorgekommen ist, wo seine Herkunft, dort wo seine Eltern herkommen, beleidigt wurde. Das finde ich sehr, sehr schade, das gehört nicht auf den Fußballplatz", sagte Bayer-Innenverteidiger Jonathan Tah nach der Partie bei DAZN.

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Tah erhebt Beleidigungsvorwurf gegen Union

Auf Nachfrage des Reporter wurde der deutsche Nationalspieler konkreter: "Es gab irgendwie Diskussionen und dann ist der Begriff 'scheiß Afghane' gefallen." Tah verurteilte die Aktion und forderte Konsequenzen.

"Da ist es auch egal, wie das Spiel ausgeht. So etwas gehört hier nicht hin. Das war das Bitterste des Abends", fügte er hinzu.

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Teamkollege Kerem Demirbay, der in die Tumulte involviert war, sagte: "Ich habe es mitbekommen. Ich habe Respekt vor beiden Spielern, aber mehr will ich dazu nicht sagen. Was auf dem Fußballplatz passiert, bleibt auf dem Platz. Wenn sie sich dazu äußern wollen, dann ist das ihre Entscheidung."

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In der Übertragung der Szenen nach dem Spiel ist zu sehen, wie Amiri erbost mit einigen Union-Spielern diskutiert. Am heftigsten gestikulierte der deutsche Nationalspieler afghanischer Herkunft in Richtung Florian Hübner.

Wer die von Tah genannten Worte jedoch fallen ließ, war zunächst nicht klar.

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